Zweimal legte der Deggendorfer SC einen Blitzstart aufs Eis – im ersten und im letzten Drittel. Das reichte den Niederbayern, um Spiel eins in der Best-of-Seven-Serie des Play-off-Viertelfinals in der Eishockey-Oberliga deutlich für sich zu entscheiden. Der EV Duisburg musste sich mit 2:7 (1:3, 0:0, 1:4) geschlagen geben, hinterließ aber im zweiten Drittel einen guten Eindruck, ehe eine Verletzung nur Sekunden nach Beginn des Schlussabschnitts die Füchse wieder durcheinander brachte.
„Über die ersten zehn Minuten brauche ich nicht viel zu sagen. Wir dachten, wir wären bereit, aber das waren wir nicht“, sagte Füchse-Trainer Frank Petrozza. „Danach haben wir aber zu unserem Spiel gefunden. 1:3 nach 40 Minuten ist in Ordnung. Nach der Verletzung von Michél Ackers hatten wir ein wenig Chaos. Aber das ist nur ein Spiel. Am Sonntag werden wir uns besser präsentieren.“
Nach der Verletzung von Michél Ackers hatten wir ein wenig Chaos. Aber das ist nur ein Spiel.
Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg
Im ersten Drittel schien es beinahe so, als würden die Füchse unter einen Zug geraten. Es waren nicht einmal zehn Minuten gespielt, als der Meister der Oberliga Süd bereits mit 3:0 vorne lag. „Wir haben zwei Fehler gemacht, die sofort zu Gegentoren geführt haben, das darf so nicht passieren“, sagte Füchse-Stürmer Nardo Nagtzaam nach den ersten 20 Minuten. Nach 109 Sekunden stand es bereits 1:0 für die Niederbayern, nachdem ein Schuss an den Pfosten geknallt war und Curtis Leinweber reaktionsschnell den Rebound verwandelte. Auch beim 2:0 für die Hausherren war EVD-Torhüter Marko Brlic machtlos. Nach einem Pass in den Slot, kam Ondrej Pozivil zu unbedrängt zum Abschluss (7.). Als Jaroslav Hafenrichter auf 3:0 gestellt hatte (10.), sah es übel aus. Doch die Füchse kämpften sich nun ins Spiel, hatten durch Philippe Sanche eine gute Gelegenheit (11.), hätten aber beinahe den vierten Gegentreffer schlucken müssen, als der Puck bei einem Unterzahlkonter von Ty Jackson an die Latte knallte. Dann aber brachte Philippe Sanche die Füchse auf die Anzeigetafel, als er einen Schuss von Carter Popoff vor dem früheren Nationaltorhüter Timo Pielmeier zum 1:3 abfälschte (17.).
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Im zweiten Abschnitt kamen die Füchse zwar in den ersten zwei Minuten noch einmal ins Schwimmen, aber der Duisburger Treffer schien zum einen den Gästen das nötige Selbstvertrauen zurückgegeben und die Deggendorfer zum Nachdenken gebracht zu haben, denn der EVD war im zweiten Abschnitt deutlich besser in der Partie und konnte in der 27. Minute zudem erstmals eine längere Druckphase aufbauen. Pech hatten die Füchse, als erst Sanche scheiterte und Luis Üffing zu spät realisierte, dass der Puck für einen Nachschuss praktisch frei lag (33.).
Das Schlussdrittel begann dann allerdings extrem bitter für die Füchse: Bereits nach sechs Sekunden wurde Verteidiger Michél Ackers von einem Schuss im Gesicht getroffen und zog sofort eine Blutspur nach sich. Der Abwehrroutinier musste in die Kabine. Nachdem das Spiel längere Zeit unterbrochen war, ging es dann fix. Deggendorf hatte innerhalb der folgenden fünf Minuten erneut dreimal getroffen und hatte das Spiel damit entschieden. Danach nahm Petrozza den Goalie aus der Schusslinie und Aaron Kaiser kam in die Partie. Philippe Sanche setzte noch einmal ein Zeichen und traf zum 2:6 (51.). Drei Minuten vor dem Ende nutzte Ty Jackson ein Powerplay, um den Endstand herzustellen. Ebenfalls gut: Mit dem so genannten Powerbreak zur Mitte des Schlussdrittels kam Ackers samt Vollvisier und neuem Trikot zurück und spielte wieder mit.
Spiel zwei steigt am Sonntag an der Wedau. Aufgrund des MSV-Spiels um 16.30 Uhr gegen 1860 München beginnt die Eishockeypartie gegen Deggendorf erst um 19.30 Uhr.
Die Statistik:
Tore: 1:0 (1:49) Leinweber (Heinzinger, Elsberger), 2:0 (6:32) Pozivil (Leinweber, Roy), 3:0 (9:56) Hafenrichter (Ty Jackson, Dylan Jackson), 3:1 (16:24) Sanche (Popoff, Üffing), 4:1 (40:40) Hafenrichter (Ty Jackson, Dylan Jackson), 5:1 (41:17) Hahn (Humberstone, Baßler), 6:1 (45:04) Dylan Jackson (Ty Jackson, Baßler), 6:2 (50:32) Sanche (Üffing), 7:2 (56:59) Ty Jackson (Hahn, Pfänder/5-4).
Strafen: Deggendorf 2, Duisburg 2.
Zuschauer: 2402.



