Froh kann sein, wer einen guten Torhüter hat. Glücklich der, der zwei hat. Weil Ryan Bednard nun einen deutschen Pass bekommen hat, kann der Goalie für die Düsseldorfer EG spielen – und Leon Hümer für den EV Duisburg. Bislang hat Leon Willerscheid überragende Leistungen im Füchse-Trikot abgeliefert, sein Namensvetter stand ihm am Sonntag im Heimspiel der Eishockey-Oberliga gegen die Hannover Scorpions in nichts nach. Am Ende stand der zweite Sieg gegen einen Ligafavoriten. Wie am Freitag in Tilburg gewann der EVD in der Overtime, feierte schließlich einen verdienten 3:2 (2:2, 0:0, 0:0, 1:0)-Sieg.
Ich habe das genauso gesehen, nur anders herum.
Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg
„Ich denke, wir hätten es verdient zu gewinnen. Wir hatten sehr gute Chancen, aber der Torwart von Duisburg hat hervorragend gehalten“, sagte Scorpions-Trainer Kevin Gaudet. „Ich habe das genauso gesehen, nur anders herum“, konterte Füchse-Coach Frank Petrozza. „Wir hätten in der regulären Spielzeit gewinnen müssen. Die Jungs kommen Tag für Tag mit einem Lachen zum Training. Und das sieht man auch auf dem Eis.“ Ein Sonderlob gab es für die Youngster Bence Farkas und Tobin Brandt. „Die Jungs haben einen hervorragenden Job gemacht“, so Petrozza.

Das Spiel gegen das Team aus der Wedemark war noch einmal eine ganz andere Herausforderung als die Aufgabe, vor die die ebenfalls bärenstarken Tilburg Trappers den EVD am Freitag gestellt hatten. Gerade die individuelle Qualität des Play-off-Finalisten der Vorsaison ist bemerkenswert. Und dennoch spielte der EVD mit, hielt mit einer überzeugenden Mannschaftsleistung dagegen. Dennoch gingen zunächst die Gäste in Führung. Allan McPherson zog aus dem Lauf ab und traf zum 1:0 für das Team aus dem Großraum Hannover (3.). Schon zwei Minuten später hatte Jack Bloem den Ausgleich auf dem Schläger. Den besorgten aber zwei Youngster, die bereits am Freitag auffällig gespielt hatten. Bence Farkas zog ab und Tobin Brandt verwandelte den Abpraller (7.). Nur 30 Sekunden später lag der EVD aber wieder hinten. Leon Hümer wusste nach einer Parade nicht, wo die Scheibe war – Christoph Kiefersauer erspähte sie als Erster und traf zum 2:1 für die Gäste. Bemerkenswert war dann, wie der EVD mithielt, die Scorpions zeitweise unter Druck setzte. Das belohnte Adam Kiedewicz, der aus der Distanz abzog und 21 Sekunden vor der ersten Pause auf 2:2 stellte.
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Im zweiten Abschnitt stand Leon Hümer immer häufiger im Mittelpunkt. Schließlich parierte er auch einen Alleingang von Hannovers „Goldhelm“ und damit Topscorer Nick Miglio. Doch auch der EVD hatte immer wieder starke Phasen und spielte mit den Scorpions gut mit. Das letzte Drittel war schließlich Kampf und Leidenschaft pur. Und je länger die Partie dauerte, desto mehr spielte der Favorit aus der Wedemark auf Punktabsicherung. Die letzte Chance auf den Sieg in der regulären Spielzeit hatte der EVD, als Adam Kiedewicz zweimal abzog (59., 60.). In der Overtime haben die Mellendorfer die Scheibe nur noch aus der Distanz gesehen. Während der kompletten 111 Sekunden waren die Füchse in Puckbesitz. Und plötzlich zog Sandis Zolmanis das Tempo an, legte für Pascal Grosse ab, der spielte wieder quer auf Adam Kiedewicz, der die Scheibe zum 3:2-Sieg in die Maschen drosch.
Für die Füchse geht es bereits am Freitag, 17. Oktober, mit dem nächsten Heimspiel weiter. Dann sind die Saale Bulls Halle um 19.30 Uhr an der Wedau zu Gast.
Die Statistik:
Tore: 0:1 (2:58) McPherson (Knaub), 1:1 (6:14) Brandt (Farkas, Virch), 1:2 (6:44) Kiefersauer (Kopietz, Vallerand), 2:2 (19:39) Kiedewicz (Zolmanis), 3:2 (61:51) Kiedewiecz (Grosse, Zolmanis).
Strafen: Duisburg 2, Wedemark 4.
Zuschauer: 1125.



