Pascal Behlau setzte ein Lächeln auf. „Du musst halt wissen, wo du zu stehen hast“, sagte der Stürmer, während um ihn herum seine Mitspieler jubelten und ihm kurz vor diesem Satz zuriefen: „Hey, geh zum Interview!“ Denn zum Glück wusste der 35-Jährige, der aufgrund seiner Zweikampfstärke und Übersicht zu den wichtigsten Spielern des Skaterhockey-Bundesligisten Duisburg Ducks gehört, exakt, wo er zu stehen hatte. In der 56. Minute hatte der Crefelder SC gerade den 5:6-Anschlusstreffer erzielt, doch nur elf Sekunden später staubte Behlau zum 7:5 ab. Was einmal geht, klappt auch ein zweites Mal. Wieder vergingen nur 29 Sekunden, wieder stand Behlau richtig und besiegelte mit dem 8:5 die Winterpause der Skating Bears. Kurz danach legte Janis Lachmann den Treffer zum 9:5 (1:2, 4:1, 4:2)-Endstand per Empty-Net-Goal nach.
Du musst halt wissen, wo du zu stehen hast.
Pascal Behlau, Stürmer der Duisburg Ducks, der zwei immens wichtige Tore erzielte
Die Ausgangslage war vor der Partie klar. Die beiden Nachbarn gingen punktgleich in den letzten Spieltag. Der Sieger der Partie erreicht die Play-offs, der Verlierer beendet die Saison. Das sorgte für eine proppenvolle Sporthalle Duisburg-Süd, in der die Fans und zahlreiche Nachwuchsspieler mit Trommeln und Tröten gute Stimmung verbreiteten. „Wir waren ein wenig von der Spielweise der Krefelder überrascht“, gestand Trainer Dennis Weidenbach. Denn normalerweise tritt der CSC mit viel Schwung auf. „Aber heute standen sie von vornherein hinten drin und wollten, dass wir das Spiel machen.“
Auch interessant
Es entwickelte sich eine spannende Partie, in der die Gäste das Duisburger 1:0 in eine Pausenführung drehten. Doch im Mittelabschnitt rissen die Ducks die Partie schließlich an sich – und das im Eiltempo: Nach gerade einmal sieben Sekunden nagelte Elias Nachtwey den Ball zum 2:2 ins Netz und erzielte kurz darauf beim 3:2 bereits seinen dritten Treffer in diesem Spiel. „Sag, dass ich vor 24 Stunden noch blau war“, rief er ausgelassen seinem Trainer während des Interviews mit der Sportredaktion zu. Denn der junge Mann hatte seinen Urlaub abgebrochen, um in diesem wichtigen Spiel dabei zu sein. Bis zur 35. Minute zogen die Ducks auf 5:2 davon. Dass das 3:5 stark irregulär wirkte, weil es mit dem Fuß erzielt wurde, spielte letztlich keine große Rolle mehr.
Weitere Artikel:
Bezeichnend war das Tor zum 6:3. „Wir haben da ähnlich gespielt wie in Assenheim“, sagte Behlau. Denn die Ducks spielten fünf Minuten völlig geduldig, drehten immer wieder ab, griffen erst an, als sich die klare Gelegenheit dazu ergab. Dann ging es fix: Behlau eroberte die Scheibe, spielte sie quer zu Eli Nachtwey, der das 6:3 erzielte. „Wir wussten, dass Krefeld kommen muss“, erklärte der Ducks-Stürmer. Zwar kam der CSC noch einmal heran. Doch am Ende wusste Pascal Behlau eben, wo er zu stehen hat. Und die Ducks wussten, dass sie den Einzug in die Play-offs feiern durften.

Dort treffen sie in einer Best-of-Three-Serie im Viertelfinale auf die Crash Eagles Kaarst. Da in Kürze die Europameisterschaft ansteht, geht es erst am 11. Oktober los.
Tore: Elias Nachtwey (4), Pascal Behlau (3), Nick Kardas, Janis Lachmann.



