Und weiter geht die wilde Fahrt. Ganz Schalke ist in Aufruhr, seit am Freitag eine Interessengemeinschaft den Aufsichtsrat damit überraschte, dass sie hinter den Kulissen Ralf Rangnicks grundsätzliche Bereitschaft einholen konnte, als Sportvorstand nach Schalke zurückzukehren. Der Überbringer dieser guten Nachricht war ein Aufsichtsratsmitglied. Die Folge: Stefan Gesenhues sieht sich nun dem Verräter-Vorwurf ausgesetzt.

Man kann die Reaktion seiner Kollegen aus dem Gremium sogar verstehen, das Vorgehen musste sie auf die Palme bringen. Wer lässt sich schon gerne überrumpeln? Und wie steht der Aufsichtsrat jetzt da? Da kommen Leute von außen und präsentieren für Schalkes enorme sportliche Probleme eine mögliche Lösung, die besser nicht hätte sein können. Aber: Bedeutende Mitglieder der Gruppe hatten vorher ihre Hilfe anbieten wollen, doch sie rannten vor verschlossene Türen, sie baten vergeblich um Rückrufe. Also handelten sie selbst, weil ihnen die Zukunft des Vereins nicht egal ist.