Als diese Zeitung im Juli 2025 mit Soufiane El-Faouzi im Hotel Milderer Hof in Neustift im Stubaital zusammensaß und mit ihm über die anstehende Saison sprach, ging es plötzlich um die marokkanische Nationalmannschaft. Weit weg schien diese zu diesem Zeitpunkt, El-Faouzi war gerade vom Drittligisten Alemannia Aachen zum zweifachen Zweitliga-Abstiegskandidaten FC Schalke 04 gewechselt. Nichts schien bei dieser Ausgangslage weiter als die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. El-Faouzi sagte: „Nichts ist unmöglich. Wenn sich der Verband bei mir melden würde, würde ich mich freuen. Es wäre toll, für Marokko zu spielen. Im Norden des Landes habe ich noch viel Familie, war schon häufiger dort.“ Nun hat sich der Verband gemeldet.
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El-Faouzi war beim Zweitliga-Meister Schalke einer der wichtigsten Spieler. Als Einziger stand er in allen 36 Pflichtspielen in der Startelf, erzielte zwei Tore, legte fünf Treffer vor. Kein Zweitliga-Spieler lief mehr als El-Faouzi, keiner absolvierte mehr intensive Läufe. Für das mutige Pressing von Trainer Miron Muslic war El-Faouzi der perfekte Spieler.
Mit Schalke-Profi El-Faouzi: Marokko trainiert bis 26. Mai
Nun darf er für die WM in den USA, Kanada und Mexiko vorspielen. Vom 22. bis 26. Mai findet ein Kurz-Trainingslager im Mohammed VI Football Complex in Salé, der Nachbarstadt von Rabat, statt. Ein Freundschaftsspiel gegen Burundi schließt dieses Camp am 26. Mai ab. Trainer Mohamed Ouahbi muss – wie alle anderen WM-Trainer – am 1. Juni seinen endgültigen Kader verkünden. El-Faouzis Konkurrenz im Mittelfeld ist groß. Zum vorläufigen Kader zählen auch Oussama Targhalline (Feyenoord Rotterdam, Marktwert 12 Mio. Euro), Ayyoub Bouaddi (LOSC Lille, 50 Mio. Euro), Samir El Mourabet (Straßburg, 18 Mio. Euro) und Imran Louza (FC Watford, 14 Mio. Euro). Marokko war als Halbfinalist die große Sensation der WM 2022 in Katar und ist amtierender Afrika-Cup-Sieger. Gegner in der WM-Vorrunde sind Brasilien (13. Juni), Schottland (19. Juni) und Haiti (24. Juni).
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El-Faouzi ist bei den Schalkern für die kommende Bundesliga-Saison fest eingeplant. Wer den 23-Jährigen aus seinem bis 2029 gültigen Vertrag (ohne Ausstiegsklausel) herauskaufen will, muss ganz tief in den Geldbeutel greifen. Sportvorstand Frank Baumann verdeutlichte am Mittwoch, dass Schalke nicht um jeden Preis verkaufen muss. „Wir können auch mal Nein sagen“, so Baumann.







