Was für ein Drama in Zenica! Das Finale der WM-Play-offs zwischen Bosnien-Herzegowina und Italien ging bis ins Elfmeterschießen, in dem sich die Bosnier schließlich mit 4:1 (1:1, 1:1, 1:0) durchsetzen konnten. Grenzenloser Jubel in Bosnien – und auch der FC Schalke 04 feiert mit, schließlich sind mit Edin Dzeko und Nikola Katic nun zwei S04-Stars bei der WM dabei.

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Großer Wermutstropfen aus Schalker Sicht: Wenige Augenblicke vor Beginn des Elfmeterschießens wurde Dzeko im Mittelkreis von Davide Frattesi rüde umgegrätscht, wurde minutenlang behandelt und konnte nicht mehr an der Entscheidung vom Punkt teilhaben. Der 40-Jährige hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die rechte Schulter, sein Arm wurde umgehend mit einem provisorischen Verband am Oberkörper fixiert. Ein womöglich längerer Ausfall Dzekos wäre mitten im Aufstiegsrennen eine ganz bittere Nachricht für Königsblau.
Italien im Tal der Tränen
Für Italien wiederum ist das Triple des Scheiterns perfekt: Der viermalige Weltmeister hat sich erneut nicht für die Fußball-WM qualifiziert und muss im Sommer beim XXL-Turnier in Nordamerika zuschauen. Die Squadra Azzurra spielte nach der Roten Karte gegen Alessandro Bastoni (41. Minute) lange in Unterzahl gegen Dzeko und Co. Beim Showdown vom Punkt vergaben zwei der drei italienischen Schützen.
Nach dem Aus gegen Schweden vor der WM 2018 und der Blamage gegen Nordmazedonien 2022 wird auch der Abend von Zenica unrühmlich in Italiens lange Fußball-Historie eingehen. Bosnien-Herzegowina bekommt es nach dem emotionalen Triumph über den deutlichen Favoriten in der WM-Gruppe B mit der Schweiz, Katar und Co-Gastgeber Kanada zu tun.
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Dabei hatte Angreifer Moise Kean (15.) früh das Führungstor für Italien erzielt und dabei auch von einem groben Patzer von St.-Pauli-Torwart Nikola Vasilj profitiert, dessen missglücktes Zuspiel das Gegentor einleitete. Italien beschränkte sich im Anschluss nur noch aufs Verteidigen und zog sich nach einer Roten Karte für Bastoni noch mehr in die Defensive zurück. Man lauerte auf Konter – und es war erneut Kean, der das zweite Tor auf dem Fuß hatte. Doch der Stürmer, der allein auf Vasilj zulief, setzte den Ball knapp über das Tor. In der regulären Spielzeit schoss Italien nur zweimal auf das bosnische Tor.
Elfmeter bringen Bosnien zur WM
Bosnien drückte lange auf den Ausgleich, wurde schließlich durch Haris Tabakovic (79.) von Borussia Mönchengladbach belohnt. Schließlich zerstörte das Elfmeterschießen alle italienischen WM-Träume, Francesco Esposito und Bryan Cristante verschossen vom Punkt. Das von Dzeko angeführte Bosnien ist zum zweiten Mal nach 2014 beim wichtigsten Turnier der Welt dabei.

Neben den Bosniern um Dzeko und Katic schafften auf den letzten Drücker auch die Türkei (1:0 gegen Kosovo), Tschechien (3:1 im Elfmeterschießen gegen Dänemark) und Schweden mit einem 3:2 gegen Polen um Starstürmer Robert Lewandowski den Sprung zum Turnier, das von 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet. Erstmals werden 48 Nationen dabei sein. mit dpa







