Ob Edin Dzeko diese zusätzliche Motivation noch benötigt? Das ist zu bezweifeln, ein neuerliches Lob nimmt der Stürmerstar des FC Schalke 04 aber gerne mit in den Endspurt der 2. Bundesliga. Wenig überraschend haben die Fans des Tabellenführers das 40 Jahre alte Phänomen zum Spieler des Monats März gewählt. 53 Prozent aller Stimmen zeigen die Bedeutung Dzekos für die Schalker Hoffnungen in den letzten sieben Begegnungen der Saison. Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Aufstieg, sechs Mannschaften käbbeln sich noch um die bloß zwei Plätze, die sicher zum Sprung in die Erstklassigkeit berechtigen. Schalke ist da mittendrin. Scheint der Himmel über der Arena am 17. Mai nach dem letzten Saisonspiel gegen Eintracht Braunschweig königsblau?
Schalke 04: Elversberg, Paderborn, Darmstadt, Hannover und Hertha im Nacken
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Wer die an die Fans in der Kurve gerichteten Worte von Miron Muslic nach dem 1:1 bei Darmstadt 98, mit dem es in die Länderspielpause ging, etwas überhöhen möchte, kann darin ein Aufstiegsversprechen erkennen. „Ich habe versprochen, dass wir weitermachen“, hatte der bosnisch-österreichische Trainer am Böllenfalltor beim Dank für die vorangegangene Unterstützung gesagt. Weitermachen – das kann beim Spitzenreiter nur bedeuten, die Position zu halten. Oder eben, maximal um einen Platz nach unten zu rutschen. 52 Punkte haben die Gelsenkirchener aktuell, dahinter rangieren die SV Elversberg, der SC Paderborn (je 51), Darmstadt 98 (50), Hannover 96 (49) und mit etwas Abstand Hertha BSC (44). Wie viele Punkte werden noch nötig sein im Aufstiegsrennen, um der Zweiten Liga den Rücken kehren zu können?

Schaut man sich die Abschlusstabellen der vergangenen drei Spielzeiten an, lässt sich sagen: Schalke befindet sich auf einem guten Kurs. Wobei schon auffällt, dass es an der Spitze extrem eng zugeht und nach dem 27. Spieltag der laufenden Saison noch mehr Anwärter im Rennen sind als zum Ende der vergangenen Jahre. 2024/25 schickten der 1. FC Köln (61 Punkte) und der Hamburger SV (59) Elversberg (58) in die Relegation, Paderborn (55) hatte das Nachsehen. Davor war die Sache für den FC St. Pauli (69) und Holstein Kiel (68) relativ früh klar, Fortuna Düsseldorf (63) scheiterte anschließend in der Relegation. Den packendsten Endspurt lieferte die Saison 2022/23: Der 1. FC Heidenheim und die Darmstädter Lilien stiegen mit je 67 Punkten direkt auf, dem HSV fehlte ein Punkt dazu und am Ende das Glück in der Relegation. Als Schalke 2021/22 in die Bundesliga zurückkehrte, genügten 65 Punkte vor Werder Bremen (63) und dem HSV (60).
Schalkes Schlussspurt: Nur noch zwei direkte Gegner im Restprogramm
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Edin Dzeko und seine Tore sind in der Schalker Aufstiegsrechnung ein X-Faktor. Der andere: das vermeintlich leichteste Restprogramm mit vier Heimspielen gegen den Karlsruher SC (5. April), Preußen Münster (19. April), Fortuna Düsseldorf (2. Mai) und Eintracht Braunschweig (17. Mai). Allerdings muss das Muslic-Team noch auswärts zu den Aufstiegsrivalen Elversberg (12. April) und Paderborn (26. April) sowie zum 1. FC Nürnberg (9. Mai). „Das war ein guter Punkt für uns“, sagte deshalb der Trainer nach dem 1:1 in Darmstadt. Elversberg, das zudem den Schock durch den Abgang von Sportvorstand Ole Book zu Borussia Dortmund verkraften muss, hat noch vier direkte Konkurrenten vor der Brust. Gleiches gilt für Paderborn, die Ostwestfalen und Darmstadt (insgesamt viermal auswärts) nehmen sich beim Saisonfinale noch gegenseitig Zähler weg. Hannovers Weg entscheidet sich gleich in den nächsten drei Partien gegen Elversberg, in Darmstadt und gegen Paderborn – die danach wartenden Gegner wären allesamt schlagbar. Und Hertha BSC? Geht auf Reisen nach Dresden, Braunschweig, Magdeburg sowie Bielefeld und erhält Besuch aus Kaiserslautern, Kiel und Greuther Fürth.

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Es geht um viel in den nächsten Wochen, wirtschaftlich und sportlich, denn nicht nur das Schalker Selbstverständnis sieht die Zugehörigkeit zur Bundesliga vor. Die Muslic-Mannen haben in dieser Saison gegen keinen der fünf verbliebenen Aufstiegsaspiranten verloren, sondern fünf der bisherigen acht Duelle (2:1 gegen Hertha, 3:0 in Hannover, jeweils 1:0 gegen Darmstadt und Elversberg, 2:1 gegen Paderborn) gewonnen. Dazu gab es drei Unentschieden (0:0 in Berlin, 2:2 gegen Hannover, 1:1 in Darmstadt). Findet Schalke nun noch in den letzten sieben Begegnungen zur defensiven Stabilität zurück, durch die Torwart Loris Karius in der Hinrunde nur zehn Gegentreffer kassierte, und trifft Edin Dzeko wie bisher, kann es tatsächlich Mitte Mai zum königsblauen Himmel kommen.






