Der VfL Bochum hat dem Tabellenführer FC Schalke 04 im Ruhrstadion eine schmerzhafte Auswärtsniederlage zugefügt. VfL-Trainer Uwe Rösler hat beim 2:0-Erfolg sein Gegenüber Miron Muslic offenbar zu Beginn der Partie vollkommen überrascht und die Probleme der Schalker offengelegt. Koji Miyoshi nach 44 Sekunden und Philipp Hofmann in der 42. Minute schossen die Tore zum Bochumer Sieg über den Reviernachbarn. Das Experiment Viererkette beim FC Schalke ging komplett in die Hose. Hier lesen Sie den Spielbericht.
VfL Bochum - Schalke 04: Das Revierduell im Liveticker zum Nachlesen
- Bochum: Horn - Wittek, Loosli, Strompf, Morgalla - Lenz - Holtmann, Onyeka, Miyoshi - Hofmann, Marshall.
- Schalke: Karius - Ayhan, Katic, Becker - Sanchez, Schallenberg, El-Faouzi, Wallentowitz - Karaman, Ljubicic - Gomis.
VfL Bochum - Schalke 04: Die Ausgangslage vor dem Anpfiff
Und es verspricht schon allein von den Aufstellungen her ein interessantes Duell zu werden. Uwe Rösler nämlich überrascht mit seiner ersten Elf, muss den zuletzt starken Mats Pannewig ersetzen und beginnt dafür mit dem Japaner Koji Miyoshi. Auch Gerrit Holtmann und Callum Marshall starten gegen den FC Schalke 04. Das lässt Interpretationsmöglichkeiten für die konkrete Ausrichtung auf dem Platz zu. Es dürfte auf ein 4-1-3-2 hinauslaufen – mit einer Doppelspitze Philipp Hofmann und Marshall.

Auch beim FC Schalke 04 gibt es eine Überraschung: Zaid Tchibara kam zu spät zur Mannschaftsbesprechung und flog daher aus dem Kader. Miron Muslic nimmt stattdessen den dritten Keeper Johannes Siebeking mit in den Kader. Wie sein Gegenüber Rösler lässt Muslic allerdings auch bei der Aufstellung Interpretationsspielraum. Neben der üblichen Dreierkette ist auch eine Viererkette möglich, da Talent Mika Wallentowitz in der Startelf steht. Fin Porath hingegen muss auf der Bank Platz nehmen. Neuzugang Dejan Lubicic steht direkt in der Startelf – und läuft im offensiven Mittelfeld neben Kenan Karaman auf. Top-Stürmer Edin Dzeko sitzt wie erwartet zunächst auf der Bank.
VfL Bochum - FC Schalke 04: Die Aufstellungen
VfL Bochum: Horn - Wittek, Loosli, Strompf, Morgalla - Lenz - Holtmann, Onyeka, Miyoshi - Hofmann, Marshall.
FC Schalke 04: Karius - Ayhan, Katic, Becker - Sanchez, Schallenberg, El-Faouzi, Wallentowitz - Karaman, Ljubicic - Gomis.
VfL Bochum gegen Schalke: In Formtabelle auf Augenhöhe
Laut der Tabelle gehen die Gäste aus Gelsenkirchen als klarer Favorit ins Spiel. Sie führen die 2. Bundesliga als Spitzenreiter an, während der VfL auf Rang elf steht und 16 Punkte weniger gesammelt hat. Doch das Bild täuscht, denn seit Uwe Rösler im Herbst als Trainer in Bochum übernommen hat, punktet der VfL konstant. Zudem ist die Qualität beider Kader ähnlich einzuschätzen, wobei der VfL unseren Mann-gegen-Mann-Vergleich sogar gewinnt. Und Auswärtsspiele an der Castroper Straße gelten traditionell als schwierig für die Gegner. Aufgrund der Rivalität ist am Samstag mit einer zusätzlich angeheizten Stimmung zu rechnen.

Blickt man auf die Formkurven von S04 und VfL, dann riecht es stark nach Unentschieden. Beide Mannschaften sind mit zwei Remis in die Rückrunde gestartet. Schalke spielte 0:0 gegen Hertha BSC und 2:2 gegen Kaiserslautern, Bochum sammelte beim 3:3 gegen Darmstadt und 1:1 gegen Elversberg jeweils einen Punkt. Der VfL spielte sogar viermal in Serie unentschieden.
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Schalke-Trainer Miron Muslic sieht in Bochum den „nächsten Topgegner, die nächste Topmannschaft. Bochum hat seit dem Trainerwechsel 20 Punkte geholt. Es wird ein sehr, sehr intensives Spiel. Aber das sind die Spiele die wir wollen, auf die wir uns freuen. Wir müssen alles abrufen, um zu punkten.“
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Derweil meinte Bochums Rösler: „Sie sind sehr gut organisiert. Sie wissen, wie es geht, wie man Spiele gewinnt. Sie sind in beiden Boxen sehr stark. Dazwischen ist Kosmetik, die Boxen sind entscheidend. Daher ist Schalke zu Recht ganz vorne dabei. Schalke ist physisch sehr stark, bei Standards stark. Sie haben sich noch verstärkt, spielerisches Element dazugeholt. Das ist eine klare Ansage vom Verein mit den Verpflichtungen: Sie streben klar den Aufstieg an.“








