Die rund 20 Fans, die sich am Dienstagvormittag das öffentliche Training des FC Schalke 04 angeschaut haben, versteckten sich unter ihren großen Schirmen. Der Dauerregen in Gelsenkirchen sorgte beim Anhang und auch bei einigen Profis nicht für Begeisterung. „Das ist für mich wie Sonnenschein“, sagt Finn Porath mit einem Schmunzeln über die Wetterbedingungen. Als waschechtes Nordlicht sei Dauerregen für ihn „nichts Neues“.

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Der 28 Jahre alte Flügelspieler der Schalker stammt aus Eutin im Osten Schleswig-Holsteins und verbrachte bis auf eine Leihstation im bayrischen Unterhaching seine komplette Fußballerkarriere im Norden. Porath spielte für den VfB Lübeck, für den Hamburger SV zuletzt sechs Jahre für Holstein Kiel – den kommenden Gegner der Königsblauen. Am Samstag (13 Uhr/Sky) kommt es für Porath zum Duell mit seinem Ex-Klub. „Die Woche ist sehr besonders“, gibt er zu. „Zum Wochenende hin wird es bei mir mehr kribbeln als sonst, ich freue mich extrem.“

Schalke: Finn Porath will im Ruhrgebiet heimisch werden

Erst Ende August ist Finn Porath von den Störchen nach Gelsenkirchen gewechselt, noch an den ersten beiden Zweitligaspieltagen stand er für Kiel auf dem Platz. Heißt: Er kennt die Spielidee von Holstein-Trainer Marcel Rapp bestens. Ein Vorteil für Schalke? Wird Porath zum königsblauen Spion der Kieler Taktik? Darauf angesprochen, muss der Rechtsfuß grinsen. „Das schafft der Trainer schon selbst“, sagt er. „Miron hat eine klare Idee, wie er spielen will und es gibt viele Analysetools, die die Vorbereitung auf den kommenden Gegner erleichtern. Aber wenn der Trainer Fragen hat, kann er sich gern bei mir melden.“

firo :  23.08.2025,
Fussball:
2.Bundesliga
FC Schalke 04 - VfL Bochum
Neu auf Schalke: Flügelspieler Finn Porath. © Jürgen Fromme /firo Sportphoto | Jürgen Fromme

In seinen sechs Jahren bei Holstein Kiel sind bei Porath auch echte Freundschaften entstanden. Zwar haben einige seiner engsten Kumpels den Klub im Sommer verlassen (unter anderem Timo Becker zu S04), doch zu Spielern wie Marcel Engelhardt und Steven Skrzybski habe er noch viel Kontakt. Bei Sticheleien vor dem Spiel mit den Ex-Kollegen oder sogar beim Trash-Talk hält sich Porath aber zurück, wie er sagt: „Dafür war ich noch nie der Typ.“

Noch am vergangenen Wochenende war der Neu-Schalker zuletzt in Kiel – um seine Koffer zu packen. Die Wohnungssuche des Mittelfeldspielers war inzwischen erfolgreich, aber noch muss er einige Wochen im Hotel wohnen, bevor er in seine neue Bleibe kann. „Ich will hier heimisch werden“, kündigt Porath an, der auf Schalke bis 2027 unter Vertrag steht.

Schalke: Finn Porath mit gutem Start in Königsblau

Damit das gelingt, schaut er sich auch abseits des Fußballs um. In den vergangenen Wochen hat er sich schon viel mit seinen neuen Kollegen über das Ruhrgebiet und das Rheinland ausgetauscht und sich einiges angeschaut. „Ich kannte die Region zuvor nur von Auswärtsspielen“, so Porath. „Jetzt will ich hier auch die Menschen und die Region besser kennenlernen und mich wohlfühlen.“

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Sportlicher Erfolg dürfte ihm beim Ankommen auf Schalke helfen. Sein Start in Königsblau war vielversprechend. Beim 2:1-Heimsieg gegen den VfL Bochum leitete er den Ausgleich mit seinem Fernschuss ein, beim 1:0-Auswärtssieg gegen Dynamo Dresden feierte er seine Startelf-Premiere. Ein weiterer Sieg gegen Ex-Klub Holstein Kiel würde Porath Schalke-Traumstart perfekt machen.