Der FC Schalke 04 hat am dem Transfermarkt zugeschlagen und sich mit Flügelspieler Finn Porath von Holstein Kiel verstärkt. Wie die Schalker via Pressemitteilung bekannt gaben, unterschrieb der 28-Jährige einen Vertrag bis 2027 beim Ruhrgebietsklub.

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„Finn ist ein vielseitiger Spieler, der über Jahre gute Leistungen in Kiel abgerufen hat“, äußert sich Youri Mulder, Direktor Profifußball, im Rahmen der Schalker Mitteilung

Noch am Donnerstagnachmittag wollte sich Trainer Miron Muslic wollte nicht in die Karten schauen lassen. „Da müssen alle noch ein paar Stunden geduldig bleiben. Grundsätzlich ein sehr, sehr interessanter Spieler“, sagte der Trainer des Zweitligisten FC Schalke 04 über Finn Porath.

So sehr sich Muslic noch zurückhielt: Der Wechsel des 28 Jahre alten Porath vom Zweitliga-Rivalen Holstein Kiel nach Gelsenkirchen stand bereits fest, schon am Donnerstagvormittag hatte er sich von seinen Teamkollegen im hohen Norden verabschiedet. Im Revierderby gegen den VfL Bochum (Samstag, 20.30 Uhr/Nitro und Sky) wird er aber noch nicht zum Kader gehören.

Schalke bezahlt sechsstellige Summe für Finn Porath an Holstein Kiel

Porath war in beiden Kieler Partien in dieser Saison eingewechselt worden, er erhält einen Zweijahresvertrag plus Option für eine weitere Saison und kostet rund 360.000 Euro Ablösesumme. Was die Schalker an Porath schätzen: Er ist vielseitig einsetzbar. Ausgebildet wurde er beim Hamburger SV, er spielte zunächst vor allem im zentralen Mittelfeld, zuletzt half er aber auch auf den Außenpositionen aus. Genau das ist für die Schalker wichtig, da Taylan Bulut zu Besiktas Istanbul wechselte und aktuell ein Ersatzmann für Adrian Gantenbein fehlt. Erst einmal muss er sich hinten anstellen, auch wenn er intern einen prominenten Fürsprecher hat: Schalkes Innenverteidiger Timo Becker spielte mit Porath in Kiel zusammen, beide kennen und verstehen sich gut. Porath gilt auch als „Kabinenspieler“, ist sehr reflektiert, hatte stets eine große Unterstützung aus dem Elternhaus. Seine Mutter leitete von 2020 bis 2022 das Jugend-Internat von Borussia Dortmund.

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Porath ist Schalkes fünfter Zugang. Auffällig: Er ist nach Timo Becker (28), Nikola Katic (28) und Hasan Kurucay (27) der vierte erfahrene Neue. Da auch Kapitän Kenan Karaman (31) zurück in die Startelf drängt, stellt sich die Frage: War Muslics Jugendstil nur von kurzer Dauer? „Das ist eine Fehlanalyse“, sagte Muslic. „Es geht immer um eine gute, gesunde Balance. Wir sind auf einem guten Weg, diese Balance zu schaffen. Das Hertha-Spiel haben wir beendet mit sieben Spielern unter 21 Jahren auf dem Platz. Aber den Jungs muss man jemanden zur Seite stellen, an dem sie sich orientieren können.“

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"Ist kein richtiges Derby": Hitzige Diskussion vor Schalke gegen Bochum
19:04 - Inside Schalke
 

Ist Porath der letzte Neue? „Grundsätzlich sind wir sehr, sehr zufrieden mit dem Kader. Das Transferfenster ist aber noch einige Tage offen. Meistens passiert gegen Ende einiges, vielleicht passiert noch etwas bei uns“, sagte Muslic. Er würde sich ganz eng mit Sportvorstand Frank Baumann und den Direktoren Youri Mulder und Ben Manga abstimmen. Viel hängt davon ab, wer Schalke noch verlässt. Zu den seit Wochen bekannten Kandidaten Moussa Sylla (Schalke fordert rund sieben Millionen Euro), Henning Matriciani, Anton Donkor und Amin Younes gesellt sich nun auch Dribbler Ilyes Hamache. Ein Leihgeschäft könnte sich Schalke vorstellen. „Wir haben einen neuen Weg eingeführt, der aktiv, laufstark, intensiv ist. Dementsprechend und nach Leistung wähle ich die Spieler aus“, sagte Muslic.

Wunschkandidaten für Zugänge haben die Schalker, immer wieder halten sie Kontakt zu den Profis und Beratern, hoffen, dass sie nicht zu anderen Vereinen wechseln. Im Fokus steht aktuell die Offensive. Mit dem Porath-Transfer ist die Defensive nun vollständig.