Seinen Abschied vom FC Schalke 04 nach vier Jahren hatte sich Marcin Kaminski anders vorgestellt. Zwar wurde der 32 Jahre alte Pole bei seiner Verabschiedung vor dem Heimspiel gegen die SV Elversberg (1:2) mit einer Foto-Collage beschenkt und mit viel Applaus von den S04-Fans bedacht – doch der sportlich schlechte Saisonabschluss ärgerte den Innenverteidiger.

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Dass die Schalker sogar am letzten Spieltag noch minimale Rest-Zweifel am Klassenerhalt in der 2. Bundesliga haben müssen, setzte Kaminski zu. „Das kann ich nicht in Worte fassen“, sagte er. „Die Enttäuschung über die Saison ist riesig.“
Schalke: Marcin Kaminski will Trainerlehrgänge machen
Fest steht für Marcin Kaminski, dass er trotz Schalke-Aus weiterspielen will, an ein Karriereende denkt der Verteidiger noch nicht. Doch einen neuen Klub hat der ehemalige Nationalspieler Polens (sieben Einsätze) noch nicht gefunden. Eine Tatsache, die ihn beschäftigt. „Ich würde gern schnell wissen, wie es weitergeht. Aber ich muss die Situation akzeptieren, es kann sein, dass es ein bisschen länger dauert.“ Schon wegen seiner Familie und seiner Kinder würde er jedoch gern schnell planen können, um einen möglichen Umzug zu organisieren.

Kaminskis Plan: Ab sofort „von Jahr zu Jahr schauen“, wo und ob er seine Karriere fortsetzen wird und dann Trainerscheine erwerben. Konkret ist all das noch nicht, doch in den Trainerjob reinschnuppern, will der langjährige Schalker auf jeden Fall nach der Profilaufbahn. „Ich werde das ausprobieren und schauen, ob es mir richtig Spaß macht. Im Fußball werde ich jedoch bleiben, das ist sicher“, so Kaminski.
Schalke braucht einen Trainer mit klarem Plan - Elversberg als Vorbild
Schalke 04 wird Kaminski fortan aus der Ferne verfolgen – schon, weil ihm die Königsblauen nach vier intensiven Jahren inklusive eines Aufstiegs und eines Abstieges viel bedeuten. „Für die Fans wünsche ich mir, dass die neue Saison komplett anders läuft als die letzten zwei, hier ist alles möglich“, sagt er.
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Was es dafür braucht? Für Marcin Kaminski vor allem einen guten Trainer: „Ich wünsche mir für die Jungs, dass ein Trainer kommt, der die Mannschaft im Griff hat und einen klaren Plan hat.“ Wie wichtig so ein klarer Plan, eine konkrete Spielidee mit Automatismen, sein kann, hat die SV Elversberg am Sonntag auf Schalke demonstriert – bei den Saarländern stimmte jeder Laufweg. Die Positionierung und das Verschieben waren herausragend. „Sie waren wie Computer“, lobt Kaminski den Gegner, der in der Relegation tatsächlich um den Aufstieg in die Bundesliga kämpft.






