In den vergangenen Tagen bewiesen die Verantwortlichen des FC Schalke 04, dass sie lernfähig sind - immerhin was Abschiede betrifft. Vor einem Jahr noch heftige Kritik, dass nur Gerald Asamoah, nicht aber Mike Büskens einen Fan-Abschied bekam, und dass die Trennung von vielen Spielern und Staffmitgliedern zu unsanft ablief. Diesmal bereiteten sie schon vor mehreren Tagen den emotionalen Abschied ihres langjährigen Torhüters Ralf Fährmann vor.
Schalke verabschiedet sieben Spieler
Um 14.45 Uhr, eine Dreiviertelstunde vor Beginn des letzten Saisonspiels gegen die SV Elversberg, betraten Fährmann und sechs weitere Schalker, die verabschiedet wurden, das Spielfeld. Auch Mehmet Can Aydin, Dominick Drexler, Tobias Mohr, Marcin Kaminski, Aymen Barkok und Michael Langer werden nicht mehr für die S04-Profis auflaufen.
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Bei keinem geriet die Verabschiedung aber so emotional wie bei Fährmann. Der inzwischen 36 Jahre alte Torwart, der 298 Pflichtspiele für S04 bestritt, einen Titel holte, Champions League spielte, Vizemeister wurde, in den vergangenen Jahren aber mit abstürzte, erhielt den größten Applaus. Nachdem er von Sportdirektor Youri Mulder und Vorstandschef Matthias Tillmann ein Präsent überreicht bekommen hatte, ging er sofort Richtung Nordkurve, kniete sich nieder, küsste den Rasen. Danach startete er eine Ehrenrunde, bekam Applaus, auch die Elversberger Spieler gratulierten ihm zu einer erlebnisreichen Karriere.
Auch fünf andere Spieler bekamen viel Applaus: Aydin war in der Knappenschmiede ausgebildet worden, Langer (acht Jahre), Kaminski, Drexler (jeweils vier Jahre) und Mohr (drei Jahre) waren zuletzt fester Bestandteil des Kaders. Für Barkok galt das nicht. Er war erst Anfang Februar gekommen, bestritt sechs Spiele und leistete sich zwei kleine Skandälchen, als er sich erst in der Kabine ein Wortgefecht mit Co-Trainer Tim Hoogland lieferte und dann per Snapchat einen Fan wüst beschimpfte. Für Barkok gab es von den S04-Fans laute Pfiffe.



