Ab heute geht es los. So ganz offiziell. Ole Book übernimmt seinen Posten bei Borussia Dortmund. Der 40-Jährige ist als Sportdirektor des Bundesligisten zum Nachfolger von Sebastian Kehl berufen worden. Vom Zweitligisten SV Elversberg zum Tabellenzweiten der Bundesliga. Wie sich der gebürtige Beckumer seine Zukunft in Dortmund vorstellt und mit welchen Erwartungen er seinen neuen Posten antritt, verriet er bei seiner Vorstellung.
Die BVB-Pressekonferenz live im Ticker:
Ole Book: „Ich bin mein Leben lang BVB-Fan“
Klauseln sind gängig im Geschäft des Profifußballs. Eine ebensolche hat sich auch der neue Sportdirektor des BVB, Ole Book, in seinen Vertrag als Zweitliga-Funktionär einarbeiten lassen. Nur für ein einziges Szenario wolle er die SV Elversberg vorzeitig verlassen: Wenn Borussia Dortmund anklopft. Genau das passierte nun. Eine Entschlossenheit, die bei den BVB-Bossen Eindruck gemacht haben sollte.
Mit Book folgt auf Michael Zorc und Sebastian Kehl ein Sportdirektor, der in seiner Spielerkarriere nicht zur Klublegende des BVB gereift ist. Dessen Konterfei nicht das Dortmunder Stadion schmückt und dessen Name nicht auf einem Stern des Dortmunder Walk of Fame steht. Seine sonstigen Beziehungen zum BVB sind unter anderem folgende: Fünf Partien gegen die Reserve in der 3. Liga und eine Torvorlage für Marco Reus am 10. Mai 2009 für Rot-Weiß Ahlen – weit bevor Reus die schwarz-gelben Herzen zuflogen.
Doch genau das soll der neue BVB-Weg sein: weg von internen Lösungen, hin zu einem externen Fachmann. Als dieser setzte sich Book beim Zweitligisten durch. 2017 heuerte er im Saarland als Nachwuchs-Scout an, stieg ein Jahr später zum Sportdirektor auf und wurde 2022 in den Vorstand berufen. Dass Elversberg in dieser Zeit vom Regionalligisten zum Bundesliga-Aufstiegskandidaten wurde, wird vor allem Books Kaderplanung zugeschrieben. Er lockte Spieler wie DFB-Stürmer Nick Woltemade (Newcastle United), Younes Ebnoutalib (jetzt Eintracht Frankfurt) oder Fisnik Asllani (TSG Hoffenheim) nach Elversberg, obwohl der Klub das kleinste Zweitliga-Budget hatte. Book, heißt es, erkennt früh Potenziale in jungen Spielern, die dann für viel Geld weiterverkauft werden – der Weg, den der BVB auch wieder gehen möchte.
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