Aus dem Nichts vermeldete Borussia Dortmund am Sonntag die Trennung von Klub-Urgestein Sebastian Kehl, einen Tag später kündigte man die Verpflichtung von Elversberg-Sportchef Ole Book an. Es ist fast schon ein fliegender Wechsel auf der Position des Sportdirektors beim BVB, aber sicher keiner, der aus dem Affekt vorgenommen wurde. Das hat nun auch Klubberater Matthias Sammer noch einmal bestätigt.
„Ich glaube, dass es richtig war, sich zu trennen“, sagte der 58-Jährige bei Sky und gewährte Einblicke hinter die schwarz-gelben Kulissen. „Beide Parteien waren nicht mehr so nah beieinander. Dann ist es konsequent. In einem Konstrukt von einem großen Verein hast du immer mehrere Personen. Ich glaube – und das sage ich wirklich in respektvoller Art und Weise –, da hat man sich ein bisschen aneinander abgearbeitet.“

BVB-Berater Sammer: Trennung von Kehl war richtig
Und weiter: „Manchmal kommt die Zeit, in der es nicht mehr passt und Reibungspunkte entstehen. Es ist die richtige Entscheidung für alle Beteiligten. Der Verein hat die Möglichkeit, eine Veränderung zu tätigen. Es ist wichtig, stilvoll und mit Haltung auseinanderzugehen.“ Böses Blut gab es tatsächlich nicht, beide Seiten äußerten sich nach der Trennung höchst respektvoll übereinander.
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Dass Kehl auf absehbare Zeit wieder eine Rolle im Profifußball spielen wird, daran hat Sammer keine Zweifel. „Für beide Seiten ist es ein Neuanfang. Sebastian sollte jetzt ein bisschen durchschnaufen. Er wird eine gute Position finden“, sagte der BVB-Meistertrainer von 2002. Tatsächlich kursierten bereits Spekulationen, dass Kehl als Sportchef beim Hamburger SV anheuern könnte.
Book-Verpflichtung „eine fantastische Idee“
Von Kehls Nachfolger Book, der seinen Posten am morgigen Mittwoch antritt, sprach Sammer in den höchsten Tönen: „Dieses Prädikat der Teamfähigkeit, Persönlichkeiten neben der Expertise zu haben, war dem Klub sehr, sehr wichtig“, schilderte Sammer, wie er sich mit Sportgeschäftsführer Lars Ricken über Book austauschte, „und als ich das dann alles zusammengetragen habe, habe ich gesagt: Lars, es ist eine fantastische Idee. Die ist nicht nur gut, die ist fantastisch. Sie ist mutig, sie ist eine Herausforderung, aber sie ist analytisch.“

Ob der gebürtige Beckumer Book schon reif für den Weltklub BVB sei? „Wir glauben es nicht, sondern der Klub ist zutiefst davon überzeugt. Was er vielleicht noch nicht hat, dann bin ich mal mutig und sage, das wird er mit uns bald bekommen.“





