Borussia Dortmund treibt den Kader-Umbruch weiter voran. Was sich in den vergangenen Wochen bereits angedeutet hat, ist nun entschieden worden: Die Zeit von Niklas Süle beim BVB ist abgelaufen. Das bestätigte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken den Ruhr Nachrichten. Auch der Vertrag von Salih Özcan wird nicht verlängert. Beide verlassen den Klub damit am 30. Juni ablösefrei.
„Wir haben in dieser Woche mit beiden sehr offene und wertschätzende Gespräche geführt. Am Ende haben wir uns sowohl mit Niklas als auch mit Salih gemeinsam darauf verständigt, am Saisonende getrennte Wege zu gehen“, sagte Ricken. „Aber bis dahin warten noch neun Spiele auf uns, die wir alle zusammen so erfolgreich wie möglich bestreiten und uns auch in diesem Jahr wieder für die Champions League qualifizieren wollen.“
BVB-Profi Süle will Karriere noch nicht beenden
Süle lief seit seinem Wechsel nach Dortmund den Ansprüchen hinterher. Statt als Führungsspieler den BVB zu prägen, fiel der 30-Jährige vor allem durch Fitnessprobleme auf. Sein Gehalt von 14 Millionen Euro jedenfalls konnte der ehemalige Nationalspieler nie rechtfertigen. Die Trennung von Süle ist folgerichtig. „Bei Niki war es so, dass beide Seiten nach vier gemeinsamen Jahren das Gefühl hatten, sich im Sommer anders auszurichten“, sagte Ricken. Für den BVB bietet der Süle-Abschied vor allem die Chance, mit dem freigewordenen Gehalt den Kader zu optimieren – eingeplant sind auch einige Millionen für die angestrebte Vertragsverlängerung mit Nico Schlotterbeck.

„Unwahrscheinlich“ sei es aber auch, dass Süle seine Karriere im Juni beenden werde. Das prognostizierte Süle-Berater Volker Struth jüngst im Bild-Podcast Phrasenmäher. „Ich glaube, er hat sich selbst auf die Fahne geschrieben, dass er noch mal so richtig Spaß am Fußball haben möchte und seine Karriere so nicht beendet.“ Özcan kam ebenso im Sommer 2022 als Kader-Ergänzung nach Dortmund, verbrachte von seinen vier Jahren in Schwarz-Gelb ein halbes Jahr als Leihspieler beim VfL Wolfsburg. Der türkische Nationalspieler absolvierte insgesamt 66 Partien für den BVB.



