Auf den womöglich letzten Metern seiner Zeit bei Borussia Dortmund könnte Niklas Süle dann doch noch einmal wichtig werden. Am Sonntag ereilte Emre Can die Schock-Diagnose Kreuzbandriss, der Kapitän wird monatelang fehlen, die Saison ist für ihn beendet. Filippo Mane ist verletzt, Luca Reggiani steckt mitten im Übergang von der Jugend zu den Profis, Ramy Bensebaini fastet und ist daher nicht voll belastbar. Heißt: Dortmunds Abwehr stellt sich meist von selbst auf, wenn es überhaupt genug Kandidaten gibt – von erfahrenen, gelernten Innenverteidigern mal ganz abgesehen.
Süle wäre so einer. Der 30-Jährige arbeitet derzeit aber selbst noch am Comeback nach einer Muskelverletzung im Oberschenkel. Lange dauern dürfte es nicht mehr, das Heimspiel gegen den FC Augsburg am Samstag der kommenden Woche ist ein möglicher Rückkehr-Termin. Für den Saison-Endspurt ist er dann zurück – seinem letzten in Schwarz und Gelb?
Süle beim BVB einer der Top-Verdiener
Süles Vertrag in Dortmund läuft noch bis Sommer 2026, mit einem Gehalt von angeblich bis zu 14 Millionen Euro soll Süle der Top-Verdiener im BVB-Kader sein. Eine Entscheidung darüber, wie es danach weitergeht, ist noch nicht gefallen, doch dass er in Dortmund noch einmal einen neuen Vertrag vorgelegt bekommt, gilt als unwahrscheinlich.

„Unwahrscheinlich“ sei es aber auch, dass Süle seine Karriere im Juni beenden werde. Das prognostizierte Süle-Berater Volker Struth im Bild-Podcast Phrasenmäher. „Ich glaube, er hat sich selbst auf die Fahne geschrieben, dass er noch mal so richtig Spaß am Fußball haben möchte und seine Karriere so nicht beendet.“ Süle war 2022 als potenzieller Führungsspieler nach Dortmund gekommen, blieb aber, auch aufgrund von gravierenden Fitness-Problemen, weit hinter den Erwartungen des Klubs zurück.
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BVB: Berater schwärmt von Süles Potenzial
Dennoch ließ Berater Struth nun mit einer Aussage aufhorchen. „Wir müssen uns nichts vormachen: Speziell im letzten Jahr ist alles etwas holprig verlaufen. Niki eilt schon seit langer Zeit der Ruf voraus, nicht so der Vorzeigeprofi zu sein – obwohl er in seiner Karriere viele Titel und große Spiele gezeigt hat. Für mich ist er vom Potenzial nach wie vor der beste deutsche Innenverteidiger“, sagte Struth. Auch BVB-Trainer Niko Kovac hatte ja bei seiner Vorstellungs-Pressekonferenz im Februar 2025 gesagt, dass ein fitter Süle für ihn sogar WM-Kandidat sei. Daraus wird nichts mehr.





