Als Borussia Dortmund zum letzten Mal bei Bayer Leverkusen gastiert hat, stand die Partie ganz im Zeichen der Emotionen. Die BVB-Fans im Gästeblock brüllten ihre Mannschaft an einem heißen Mai-Tag zu einem 4:2-Auswärtssieg, die Aufholjagd um die Champions-League-Plätze stand kurz vor dem erfolgreichen Abschluss. Und die Leverkusener? Für sie ging es sportlich um nichts mehr, aber sie bereiteten ihrem Erfolgstrainer Xabi Alonso einen würdigen Abschied. Es war das letzte Heimspiel des Spaniers, der dann zu Real Madrid wechselte.

Auch am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) soll es kribbeln im Duell der Bayern-Verfolger. Vor allem für die zuletzt in der Liga schwächelnden Dortmunder ist es richtungsweisend. Vor der Partie an der Autobahn 1 stehen aber auch die Fans im Fokus, besonders die schwarz-gelben aus dem Ruhrgebiet. Denn: Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen für das Leverkusen-Spiel sorgen für Irritationen.

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Hummels-Klartext, Schlotterbeck-Irritationen: So steht es wirklich um den BVB
Echte Tiefe – den BVB verstehen
 

Leverkusen vs. BVB: Heim-Klub übt das Hausrecht aus

Im Vergleich zum Spiel im Mai sind diesmal im Gästeblock lediglich Zaunfahnen erlaubt. Große wie kleine Schwenkfahnen, Doppelhalter und Fahnenstangen hingegen sind verboten. Ebenso auf der Liste der verbotenen Gegenstände in der BayArena: mitgebrachte Speisen und Getränke sowie Rucksäcke und größere Taschen. So steht es im offiziellen Informationsschreiben, das der BVB für seine Fans zusammengestellt hat. Im Stadion übt Bayer Leverkusen das Hausrecht aus.

Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund
Beim letzten BVB-Spiel in Leverkusen durfte Borussia Dortmund über einen 4:2-Sieg jubeln.© Marius Becker/dpa | Marius Becker

Die Sicherheitslage rund um Fußball-Spiele ist derzeit ein brisantes Thema in der Öffentlichkeit. Die Innenminister-Konferenz plant, die Maßnahmen rund um die Bundesliga-Partie weiter zu verschärfen. Fan-Gruppen hingegen verweisen auf die Statistik der Polizei, dass der Stadionbesuch sicher wie nie sei. Am vergangenen Bundesliga-Spieltag kam es daher in der ersten und zweiten Liga zu Protestaktionen. Auch bei der Mitgliederversammlung des BVB am Sonntag wurde das Thema von den Fans adressiert. Der neue Präsident Hans-Joachim Watzke stellte sich dabei hinter die Fans.