„Ich will endlich, endlich, endlich mit den Fans um den Borsigplatz fahren“, sagte Karim Adeyemi Anfang August im Interview mit dieser Redaktion auf die Frage, ob er sich eine Vertragsverlängerung bei Borussia Dortmund vorstellen könne. Eine Absage klingt anders. Im Gegenteil, eine gewisse Aufgeschlossenheit klang durch, zumal der Angreifer betonte, dass er sich beim BVB „top“ fühle.
BVB-Boss Ricken lobt Adeyemi: „Entwicklung ist bemerkenswert“
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Schon zu dem Zeitpunkt, die Borussia befand sich im Sommer-Trainingslager im österreichischen Saalfelden, dürfte BVB-Sportgeschäftsführer Lars Ricken derlei Worte mit Wohlwollen aufgenommen haben.
Jetzt, da Adeyemi in Topform in die Saison gestartet ist, dürften derlei Annäherungen umso mehr Gefallen finden. „Es gibt aktuell ja nicht wenige Leute, die sagen, dass Karim gerade so gut wie noch nie zuvor beim BVB performt“, stellt der Sportchef im Gespräch mit der Sportbild fest. „Er definiert sich nicht nur über Tore und Vorlagen, sondern arbeitet auch für die Mannschaft nach hinten. Seine Entwicklung ist bemerkenswert.“

So ganz belanglos sind Scorerpunkte für einen Offensivspieler natürlich nicht, davon hat Adeyemi bereits deren acht (drei Tore, fünf Vorlagen) in den ersten 13 Spielen sammeln können. Aber ja, Ricken hat recht mit der Feststellung, dass der Wert des Sprinters weit über die nackten Zahlen hinausreicht. Adeyemi hat Spaß auf dem Platz, zeigt nicht nur Esprit und Torgefahr, sondern auch Fleiß. Auch bei der Nationalmannschaft kann diese Eigenschaften gebrauchen. In den vergangenen WM-Quali-Spielen der DFB-Elf gegen Luxemburg (4:0) und Nordirland (1:0) lief der gebürtige Münchener von Beginn auf und machte seine Sache ordentlich.
BVB will mit Adeyemi unbedingt verlängern
Aus Sicht von Borussia Dortmund eine rundum schöne Entwicklung, doch einen Haken hat die Sache: Adeyemi ist keine Ewigkeit mehr an den Verein gebunden. Der Vertrag läuft im Sommer 2027 aus, ändert sich das nicht, ließe sich wohl letztmals im nächsten Jahr eine signifikante Ablösesumme mit einem Verkauf erzielen. Dieses Szenario soll vermieden werden. „Wir wollen mit Karim langfristig zusammenarbeiten, daran arbeiten wir“, betont Ricken.
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Theoretisch könnte Adeyemi aber nach Jamie Gittens der nächste Dortmunder Offensivspieler sein, der die Klubkasse vollmacht. Der Engländer war in der zurückliegenden Transferperiode zum FC Chelsea gewechselt, bis zu 65 Millionen Euro kann die Borussia darüber einstreichen. Ob ein solches Angebot auch im Fall Adeyemi, der jüngst vom Portal transfermarkt.de auf einen Wert in Höhe von 60 Millionen Euro heraufgestuft wurde, reizvoll wäre? Ricken: „Wir wollen ihn nicht abgeben. Also: nein.“






