Deutschlands Handballerinnen sind erfolgreich in die Hauptrunde ihrer Heim-WM gestartet. Das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch bezwang die Färöer in Dortmund 36:26 (20:14) und baute seine makellose Bilanz auf nun vier Siege aus vier Spielen aus. Beste deutsche Werferin am Dienstagabend in der Westfalenhalle war Kapitänin Antje Döll mit sechs Treffern.

In Dortmund wurde eine richtige Handballparty gefeiert.
In Dortmund wurde eine richtige Handballparty gefeiert. © Federico Gambarini/dpa | Federico Gambarini

Mit 6:0 Punkten steuert die DHB-Auswahl in der Hauptrundengruppe II auf Kurs Viertelfinale. Ein Punkt im nächsten Spiel am Donnerstag (18.00 Uhr/Sporteurope.TV) gegen Montenegro (4:2 Punkte) würde Deutschland bereits zum vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde reichen, ein Sieg gar das Weiterkommen als Gruppensieger garantieren. Dritter Hauptrundengegner ist am Samstag Spanien (2:4).

Die deutschen Handballerinnen Aimée von Pereira (l.) und Viola Leuchter jubeln beim WM-Spiel gegen die Färöer.
Die deutschen Handballerinnen Aimée von Pereira (l.) und Viola Leuchter jubeln beim WM-Spiel gegen die Färöer. © Jürgen Fromme /firo Sportphoto | Jürgen Fromme

Die besten zwei Teams der Sechsergruppe erreichen das Viertelfinale, das Deutschland wie die zwei verbleibenden Hauptrundenspiele ebenfalls in Dortmund absolvieren würde.

Deutschland - Färöer bei der Handball-WM: Der Ticker zum Nachlesen

Die Rollenverteilung in der Westfalenhalle war klar: „Wir haben jetzt alles in der eigenen Hand. Aus dieser Position wollen wir mit Stärke die Hauptrunde bestreiten“, sagte DHB-Sportvorstand Ingo Meckes. Das stimmt: Zwei Siege in der Hauptrunde reichen der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) auf ihrer Medaillenmission bereits sicher zum Einzug ins Viertelfinale. Alina Grijseels von Borussia Dortmund, die den besonderen Heimspielen in der Westfalenhalle entgegenfiebert, denkt sogar noch einen Schritt weiter. „Wir wollen alle drei Spiele gewinnen, um Erster in der Hauptrunde zu werden und wahrscheinlich Norwegen im Viertelfinale aus dem Weg zu gehen.“

Jubeln Alina Grijseels (links) und Xenia Smits auch heute wieder bei der Handball-WM der Frauen?
Jubeln Alina Grijseels (links) und Xenia Smits auch heute wieder bei der Handball-WM der Frauen? © Marijan Murat/dpa | Marijan Murat

Gegner sorgte mit Sieg über Spanien für WM-Furore

Gegen die Färöer, die mit ihrem Überraschungserfolg gegen die Spanierinnen (27:25) in der Vorrunde für Furore sorgten und von vielen Fans in Deutschland unterstützt werden, soll nach der makellosen Vorrunde mit drei Siegen aus drei Spielen der Grundstein dafür gelegt werden. „Es wird für die ein Fest – und da müssen wir aufpassen, aber wenn wir so konzentriert wie in den vergangenen Spielen reingehen, dann sollten wir auch gewinnen“, sagte Meckes.

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Weil auch der BVB im Pokal spielt: Anreise-Chaos drohte

Wer das Spiel in der Westfalenhalle live verfolgen wollte, dem war eine frühzeitige Anreise empfohlen. Weil nebenan im Signal-Iduna-Park die Fußballer von Borussia Dortmund ihr Achtelfinale im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen spielen (Anstoß 21 Uhr), wurde es extrem voll auf den Straßen, in den Parkhäusern und den U-Bahnen. (mit sid)