Die Männer, die sich auf den Logen des TGL Stadiums positionierten, hatten jeden Quadratzentimeter des TLQ Stadium im Blick. Viel näher als hier kommt man dem Dach der Arena kaum. Ihre Augen richteten sich aber weniger auf das dritte WM-Gruppenspiel zwischen Borussia Dortmund und Ulsan HD aus Südkorea, das der deutsche Bundesligist durch das Tor von Daniel Svensson (36.) mit 1:0 (1:0) gewann und als Tabellenerster ins Achtelfinale einzog. Der BVB hat damit bereits 40 Millionen Euro Preisgeld aus den Töpfen des Weltverbandes verdient. Für den Einzug in die Runder der letzten 16 gab es allein 7,5 Millionen.

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Die Sicherheitskräfte des Secret Service interessierten sich vor allem für die Haupttribüne. Hier nämlich hatte US-Vizepräsident JD Vance Platz genommen. Für den 40-Jährigen war der Besuch in Cincinnati ein Heimspiel. Er ist im Bundesstaat Ohio geboren und aufgewachsen. Seine politische Karriere führte Vance bis nach Washington. Der Republikaner verfolgte das BVB-Spiel im VIP-Bereich neben Fifa-Präsident Gianni Infantino.

Ulsan-Torwart bringt die BVB-Profis zur Verzweiflung

Staatsmann und Verbands-Chef sahen das erwartbar einseitige Spiel zwischen Dortmund und dem Verein aus der südkoreanischen K-League, der schon vor Anpfiff keine Chance mehr auf die K.o.-Runde hatte. BVB-Trainer Niko Kovac hatte mit Blick auf die Belastung bei erneut großer Hitze seine Mannschaft auf zwei Positionen verändert. Für Julian Brandt und Niklas Süle begannen Karim Adeyemi und Julian Ryerson. Aus der Heimat gab es am Morgen des Spieltags eine weitere Personalmeldung: Youssoufa Moukoko (20) steht nach Informationen dieser Redaktion vor einem Wechsel zum FC Kopenhagen. Der Abgang des Stürmers, der in der abgelaufenen Saison an OGC Nizza ausgeliehen war, soll dem BVB bis zu sieben Millionen Euro einbringen.

Borussia Dortmund v Ulsan HD FC: Group F - FIFA Club World Cup 2025
Hoher Besuch beim BVB-Spiel: US-Vizepräsident JD Vance .(obere Reihe, 2. von links).© Getty Images via AFP | Dylan Buell

Im Vergleich zum 4:3 gegen die Mamelodi im selben Stadion am Samstag präsentierten sich die Dortmunder diesmal deutlich dominanter und weniger anfällig für Konter. Nur dem in der ersten Halbzeit herausragenden Torwart Hyeon-Woo Jo, der bei der WM 2018 schon die DFB-Elf beim Gruppen-Aus (0:2) zu Verzweiflung trieb, war es zu verdanken, dass Schwarz-Gelb nur mit einem knappen 1:0-Vorsprung in die kühle Kabine ging. Überwinden konnte ihn nur Linksverteidiger Svensson, der nach einem Ballverlust der Südkoreaner nach Vorlage von Jobe Bellingham zur Führung traf. Die Chancenverwertung war aus BVB-Sicht das größte Manko.

Mögliche BVB-Gegner sind River Plate, Inter Mailand und CF Monterrey

In der zweiten Halbzeit blieb die Partie einseitig, doch im letzten Spieldrittel trafen die Profis in den schwarz-gelben Trikots zu häufig die falsche Entscheidung. Der eingewechselte Julien Duranville und Yan Couto hatten zwei große Chancen, auch hier hielt Jo jeweils stark (67./83.). Einen Schreck-Moment mussten sie zudem im eigenen Strafraum überstehen: Jin-Hyun Lee zog aus spitzem Winkel ab, Torwart Gregor Kobel riss aber rechtzeitig die Hände nach oben und parierte.

Alle aber in Cincinnati wussten: Ulsan HD ist kein Maßstab für die Gegner, die Dortmund nun erwartet. Noch in der Nacht zu Donnerstag (deutscher Zeit) zwischen River Plate, Inter Mailand und CF Monterrey der Achtelfinal-Gegner ermittelt. Gespielt wird am 1. Juli (Ortszeit) in Atlanta – wahrscheinlich aber nicht vor den Augen von JD Vance.