Es war mächtig was los rund um das TQL Stadium in Cincinnati: viele Polizei-Autos, grimmig schauende Beamte in schwerer Montur, noch ein paar zusätzliche Sicherheitsschecks am Eingang mehr. Der Grund: Die Fifa erwartet beim WM-Gruppenspiel zwischen Borussia Dortmund und Ulsan HD am Mittwochnachmittag hohen Besuch.

US-Vizepräsident JD Vance hat sich für die Partie im Bundesstaat Ohio angekündigt, hier startete seine politische Karriere, die den 40-Jährigen bis nach Washington DC führte. Der Stellvertreter von Donald Trump soll die BVB-Begegnung an der Seite von Fifa-Präsident Gianni Infantino verfolgen. Infantino pflegt einen engen Draht zu US-Regierung, finden doch nun in zwei aufeinanderfolgenden Jahren ein großes Turnier in Nordamerika statt.

BVB spielt gegen Ulsan HD um den Gruppensieg

Die BVB-Profis werden davon nicht viel mitbekommen. Für sie geht es bei erneut großer Hitze gegen die Südkoreaner um den Gruppensieg. Dem BVB genügt gegen Ulsan ein Punkt zum Weiterkommen, das Ausscheiden ist aber ebenso möglich. Parallel spielen Tabellenführer Fluminense und Mamelodi aus Südafrika. Trainer Niko Kovac betonte, dass er gegen Ulsan ein „sehr schwieriges Spiel“ erwarte, das aufgrund der Temperaturen „kein Hochgeschwindigkeitsspiel“ werde. In Cincinnati werden zum Zeitpunkt des Spielbeginns Temperaturen von 34 Grad Celsius erwartet, auf dem Platz rechnet Kovac mit mehr als 40 Grad.

„Es sind besondere Bedingungen. Wir spielen zwar Fußball, aber das hat mit dem Sport an sich nichts zu tun. Wir sind andere Temperaturen gewöhnt“, sagte der Kroate: „Für den Zuschauer ist es vielleicht etwas Schönes, für den Fußballer eher eine Qual. Aber da müssen wir durch, da wollen wir durch.“ Wegen der Belastung hat Kovac auch einige Veränderungen in der Startelf vorgenommen. So sitzen Julian Brandt und Niklas Süle zunächst auf der Ersatzbank. Jamie Gittens war aufgrund einer Erkrankung im Teamcamp in Florida geblieben,