Bluttat

Bluttat in Essen: Kinder standen im blutverschmierten Flur

In diesem Haus an der Hobeisenstraße in Holsterhausen ist eine Frau in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch umgebracht worden. Eine weitere wurde schwer verletzt.

In diesem Haus an der Hobeisenstraße in Holsterhausen ist eine Frau in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch umgebracht worden. Eine weitere wurde schwer verletzt.

Foto: Martin Spletter

Essen.   An der Hobeisenstraße in Essen-Holsterhausen hat es in der Nacht eine Bluttat gegeben. Eine Frau (47) starb. Die Nachbarn sind völlig schockiert.

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Nach der tödlichen Bluttat in einem Mehrfamilienhaus an der Hobeisenstraße in der Nacht auf Mittwoch sind die Anwohner geschockt. Gegen zwei Uhr waren viele von ihnen aus dem Schlaf gerissen worden, weil sie Hilfeschreie aus dem zweiten Stock hörten. Ein Nachbar rief die Polizei. Wenig später flackerte von draußen das Blaulicht durch die Fenster.

Die Ermittler fanden bei ihrem Eintreffen vor: Zwei Frauen und einen Mann in einer Wohnung, alle drei Asiaten – eine der beiden Frauen (47) war bereits tot, die andere schwer verletzt. Der Mann (55) wurde festgenommen.

Auch am Mittwochnachmittag war der Zustand der Schwerverletzten weiterhin lebensbedrohlich. Die Ermittler konnte die Frau noch nicht eindeutig identifizieren. Sie gehen bislang davon aus, dass es sich um eine Schwester der Getöteten handelt.

Bei dem mutmaßlichen Täter und der Toten handelt es sich laut Polizei und Staatsanwaltschaft um getrennt lebende Eheleute. "Das Opfer starb durch massive stumpfe und scharfe Gewalt", sagte Staatsanwältin Elke Hinterberg nach der Obduktion in der Essener Rechtsmedizin.

Nach unbestätigten Informationen dieser Zeitung soll es sich um Stich- und Kopfverletzungen handeln.

„Das muss ein Massaker gewesen sein“

Die beiden Opfer wurden schwer verletzt durch den Flur in Rettungswagen gebracht. Mehrere Kinder im Grundschulalter, die im Haus wohnen, standen wenige Stunden später am Morgen vor Pfützen aus Blut im Hausflur.

Erst später, berichten Anwohner, erlaubte die Polizei, dass die Spuren beseitigt werden dürfen. „Das muss ein Massaker gewesen sein“, sagt die schockierte Mutter einer neunjährigen Tochter.

Die Leute im zweiten Stock galten als besonders freundlich und ruhig. In den Nachmittagsstunden hörte man regelmäßig Klaviertöne aus der Wohnung. „Wir können es nicht glauben“, sagt die Mutter.

Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Die Tote ist die Mieterin der Wohnung an der Hobeisenstraße gewesen. Der mutmaßliche Täter soll voraussichtlich am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

+++ Update: Der Ehemann sitzt seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Weitere Informationen finden Sie hier. +++

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