Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Bedingungen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für den Austausch einer alten Heizung. Die Grundförderung bleibt bei 30 Prozent. Geändert wurden unter anderem die Obergrenze der förderfähigen Kosten, der Klimageschwindigkeitsbonus und die Regeln für den Einkommensbonus.

Für Eigentümer heißt das: Ein Heizungstausch wird weiterhin staatlich bezuschusst. Wie hoch die Förderung ausfällt, hängt künftig stärker vom Einkommen und der familiären Situation ab. Zugleich werden einzelne Förderbestandteile schrittweise reduziert.

Heizungsförderung 2026: Das gilt jetzt

·     Grundförderung: 30 Prozent
·     Förderfähige Kosten: bis 28.000 Euro
·     Klimageschwindigkeitsbonus: derzeit 16 Prozent
·     Einkommensbonus: bis 40 Prozent
·     Maximale Förderquote für bestimmte Selbstnutzer: bis 80 Prozent
·     Effizienzbonus: entfällt
·     Neue Regeln seit: 21. Juli 2026

Die Grundförderung beim Heizungstausch bleibt bei 30 Prozent

An der Basis der Förderung ändert sich nichts: Für eine förderfähige klimafreundliche Heizung gibt es weiterhin 30 Prozent Grundförderung.

Die maximal förderfähigen Kosten bei einem Einfamilienhaus wurden jedoch reduziert und liegen seit dem 21. Juli bei 28.000 Euro. Zuvor waren es 30.000 Euro. Der bisherige Effizienzbonus für Wärmepumpen von fünf Prozent entfällt. Ab Februar 2027 sinkt diese Obergrenze weiter. Vorgesehen sind halbjährliche Schritte von jeweils 750 Euro.

Wichtig: Übersteigen die tatsächlichen Investitionskosten die maximal förderfähigen Kosten von 28.000 Euro, wird der darüber hinausgehende Betrag nicht zusätzlich gefördert. 

Reform der Heizungsförderung: Auch der Klimageschwindigkeitsbonus wird kleiner

Selbstnutzende Eigentürmer können zusätzlich zur Grundförderung derzeit einen Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozent erhalten. Voraussetzung ist unter anderem der Austausch bestimmter alter, noch funktionierender Heizungen, wie etwa einer Öl-, Kohle-, Nachtspeicher- oder bestimmte Gasheizung gegen eine förderfähige, klimafreundliche Lösung. Eine mögliche Option ist die aroTHERM plus von Vaillant: Die Wärmepumpe mit 10 kW wurde zudem von Stiftung Warentest mit „Gut“ (2,3) bewertet. Wichtig: Bei einer Gasheizung muss die Anlage mindestens 20 Jahre alt sein.

Dieser Klimageschwindigkeitsbonus bleibt nicht dauerhaft auf dem aktuellen Niveau. Ab dem 1. Februar 2027 sinkt er halbjährlich um jeweils vier Prozentpunkte. Zum 1. August 2028 läuft er aus.

Ein noch 2026 gestellter Förderantrag kann daher mehrere hundert bis mehrere tausend Euro Unterschied bedeuten. Wichtig ist, frühzeitig zu prüfen, welche Boni im konkreten Fall möglich sind und welche Unterlagen für den Antrag benötigt werden.

Daniel Schwehn Vaillant
Daniel Schwehn, Fördermittelexperte bei Vaillant

Lese-Tipp: Wie sich die Heizungsförderung ab 2027 verändert und was das für Eigenheimbesitzer bedeutet

Einkommensbonus sozialer gestaffelt

Stärker sozial gestaffelt wurde der Einkommensbonus. Er richtet sich nach dem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen.

Die höchste Stufe beträgt 40 Prozent. Daneben gibt es Förderstufen von 30 und zehn Prozent. Für Haushalte mit mindestens einem minderjährigen Kind verschieben sich die maßgeblichen Einkommensgrenzen einmalig um 10.000 Euro nach oben.

Das kann einen erheblichen Unterschied machen. Ein Haushalt mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen erhält durch die Familienregelung somit einen Einkommensbonus von 10 Prozent.

Bis zu 80 Prozent Förderung sind möglich

Grundförderung und Boni lassen sich kombinieren. Für bestimmte selbstnutzende Eigentümer sind dadurch bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten möglich.

Bei aktuell maximal 28.000 Euro förderfähigen Kosten entspricht das einem Zuschuss von 22.400 Euro.

Der Höchstsatz gilt aber nicht für jeden Haushalt. Einkommen, Selbstnutzung, bisherige Heizung und weitere Voraussetzungen bestimmen, welche Förderbestandteile tatsächlich greifen.

Lese-Tipp: Wie sich die Förderung konkret berechnet, wie hoch der Einkommensbonus im eigenen Fall ausfallen kann und welche Steuerjahre dafür zählen, zeigen wir in unserem ausführlichen Überblick.

Bestehende KfW-Zusagen bleiben gültig

Wer bereits eine Förderzusage erhalten hat, verliert sie durch die Reform nicht. Bestehende KfW-Zusagen bleiben bis zu drei Jahre gültig.

Maßgeblich bleiben die Bedingungen und Fristen der jeweiligen Zusage.

Warum wurde die Förderung geändert?

Mit der Reform sollen die verfügbaren Fördermittel stärker Haushalten zugutekommen, die beim Heizungstausch mehr finanzielle Unterstützung benötigen. Deshalb wird der Einkommensbonus stärker gestaffelt. Familien mit minderjährigen Kindern erhalten höhere Einkommensgrenzen.

Gleichzeitig werden andere Förderbestandteile nach und nach reduziert. Damit soll der Übergang zu einem Markt planbarer werden, in dem sich klimafreundliche Heiztechnik zunehmend ohne dauerhaft hohe Zuschüsse trägt.

Dr. Tillmann von Schroeter, Geschäftsführer von Vaillant Deutschland, sagt: „Förderung kann nur ein Anschub sein, danach muss sich eine Technologie selbst tragen. Wichtig ist, dass der Übergang planbar ist. Die aktuellen, schrittweisen Anpassungen helfen der Industrie, ihre Produktivität parallel zu steigern. Große, abrupte Änderungen wären schwieriger zu managen.“

Fördermöglichkeiten frühzeitig prüfen

Welche Förderung im individuellen Fall möglich ist, hängt von mehreren Faktoren ab: Das zu versteuernde Haushaltsjahreseinkommen, die Selbstnutzung, minderjährige Kinder im Haushalt und die bisherige Heizung können die Förderhöhe beeinflussen. Weil dabei verschiedene Voraussetzungen zusammenspielen, kann eine frühzeitige Orientierung zu der möglichen Förderquote hilfreich sein.

Hier setzt der Vaillant Fördergeldservice an. Er wird von der Sunshine Energieberatung GmbH durchgeführt und über einen Vaillant Heizungsfachbetrieb beauftragt. Der Service gibt Orientierung, welche Fördermöglichkeiten für den geplanten Heizungstausch infrage kommen können. Die Sunshine Energieberatung GmbH unterstützt bei der Zusammenstellung aller erforderlichen Unterlagen, erstellt die Bestätigung zum Antrag (BzA) und stellt eine Ausfüllhilfe für das KfW-Portal bereit. Den Antrag im KfW-Portal reichen die Eigentümer selbst ein.

Wie der gesamte Förderprozess vom Angebot bis zur Auszahlung abläuft, erklären wir im vierten Teil dieser Ratgeber-Serie: Wärmepumpenförderung beantragen: So läuft der KfW-Antrag Schritt für Schritt

Unterstützung beim Förderantrag

Der Vaillant Fördergeldservice gibt Orientierung zu möglichen Förderungen und unterstützt bei der Zusammenstellung erforderlicher Unterlagen sowie nächsten Schritten im Förderprozess.

Bitte beachten Sie, dass auf sämtliche Fördermittel kein Rechtsanspruch besteht. Informationen zu den konkreten Voraussetzungen und Bedingungen für eine Förderung bei einem Wechsel von einer alten Heizung zu einem klimafreundlichen Heizgerät finden Sie auch unter www.vaillant.de.