Nahverkehr

So reagieren die Ruhrgebiets-Städte auf neuen S-Bahn-Takt

Ein Knotenpunkt im Nahverkehr: der U-Bahnhof am Essener Hauptbahnhof.

Ein Knotenpunkt im Nahverkehr: der U-Bahnhof am Essener Hauptbahnhof.

Foto: Knut Vahlensieck

Ruhrgebiet.   Im Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) fahren S-Bahnen künftig alle 15 oder 30 Minuten. Nicht alle Verkehrsbetriebe in den Städten begrüßen das.

Die kommunalen Verkehrsbetriebe im Ruhrgebiet reagieren gemischt auf den Taktwechsel. In Essen und Mülheim ändert sich im örtlichen Nahverkehr fast nichts. Mit ihrer 10/20-Minuten-Taktfamilie und einigen Linien im Fünf-Minuten-Takt sieht sich die Ruhrbahn, die beide Städte bedient, gut aufgestellt für den neuen Takt. Die S6, die mehrmals auf Essener Stadtgebiet hält, bleibt überdies beim alten System. Beim S-Bahnhof Kupferdreh soll ein Bus-Anschluss überprüft werden, sagte eine Unternehmenssprecherin. Auch Duisburg sieht sich nicht berührt.

Bei der Bogestra (Bochum/Gelsenkirchen/Witten) spricht man dagegen von einer „konsequenten Anpassung“ an den neuen S-Bahn-Takt ab Dezember 2019. Bis auf die Campusbahn U35 sollen alle Bogestra-Linien künftig im 15/30-Minuten-Raster verkehren. Straßenbahnen sollen insbesondere in Stoßzeiten öfter fahren, außerdem neue Direktverbindungen mit Bussen entstehen. Die Bogestra rechnet dank „Netz 2020“, so der Name des jüngst verabschiedeten kommunalen Nahverkehrsplans, mit bis zu 2,6 Prozent mehr Fahrgästen.

In Dortmund indes hadert man mit dem neuen System. „Wir können nicht wegen neuer S-Bahn-Takte unseren ganzen Fahrplan umstrukturieren“, so Stadtwerkesprecherin Britta Heydenbluth. Das sei aber kein großes Problem. Heydenbluth: „Die meisten Kunden in Dortmund sind ohnehin innerstädtisch unterwegs.“

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