Nahverkehr

Klima: Verkehrsverbund Rhein-Ruhr will Modellregion werden

Der Nahverkehr im Rhein-Ruhr-Gebiet soll Modellprojekt des Bundesklimakonzeptes werden. Das fordert die Politik.

Der Nahverkehr im Rhein-Ruhr-Gebiet soll Modellprojekt des Bundesklimakonzeptes werden. Das fordert die Politik.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Essen.  Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr soll sich als Modellregion im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung bewerben. Das fordern mehrere Parteien.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) soll nach dem Willen von CDU, SPD und Grünen in der VRR-Verbandsversammlung eine bundesweite Modellregion zur Stärkung des Nahverkehrs werden. Der VRR-Vorstand wurde aufgefordert, sich um Maßnahmen im Rahmen des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung zu bewerben.

„Wir setzen weiterhin auf verbundweite Konzepte zur Steigerung der Angebotsqualität und Begrenzung zukünftiger Tarifsteigerungen“, heißt es in einem Brief aller drei Fraktionschefs an die VRR-Spitze. „Insellösungen“ einzelner Städte im VRR seien dagegen weder zielführend noch nachhaltig.

Pläne für 365-Euro-Jahresticket

„Modellprojekte in Essen, Monheim am Rhein und in Bonn zeigen deutlich Schwierigkeiten bei der Etablierung tarifärer Insellösungen auf“, heißt es in dem Papier weiter. Sie lösten vielfältige neue Probleme aus oder fänden nicht die erhoffte Kundenakzeptanz. Unter anderem Düsseldorf hatte zuletzt ein 365-Euro-Ticket für das Stadtgebiet ins Gespräch gebracht.

Der Anfang Oktober verabschiedete Klimaschutzplan des Bundes setzt maßgeblich auch auf einen Ausbau des ÖPNV. Unter anderem sollen bundesweit zehn ÖPNV-Modellprojekte gefördert werden, darunter die Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets.

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