Nach dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) warnen Extremismusforscher vor weiteren Gewalttaten. Der Mord an Lübcke sei die extreme Spitze einer Entwicklung, die sich fortsetzen könne, sind Kriminologen überzeugt. Die Fremdenfeindlichkeit sei nach 2015 weiter gewachsen. „Es gibt eine wachsende Stimmung in der Bevölkerung, die von nationaler Identität spricht, von Widerstand und Kontrolle, die man wieder in die eigene Hand nehmen müsse“, sagte der Bielefelder Konflikt- und Gewaltforscher Andreas Zick. „Diese Selbstermächtigung besorgt mich sehr.“ Daher könnten weitere Taten folgen. „Die Gefahr weiterer rechtsterroristischer Anschläge ist hoch“, sagte der Düsseldorfer Rechtsextremismus-Experte Hajo Funke dem Spiegel.

Rechtsextreme Täter fühlen sich bestärkt