Die NRW-Polizei kommt im Jahr 2019 endlich im Digitalzeitalter an. Jeder operativ tätige Beamte soll bis zum nächsten Frühjahr Zugang zu einem Dienst-Smartphone erhalten. Das Innenministerium hat dafür 20.000 IPhone 8 angeschafft und mit speziell entwickelten Apps bespielen lassen. „Ich habe keine Lust, dass die Polizei weiter in der Steinzeit hantiert“, sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Montag bei der Vorstellung des Projekts „Mobile Kommunikation“ (mobi.kom) in Düsseldorf. Das Land will bis 2022 rund 50 Millionen Euro in die Digitalisierung investieren.
Obwohl inzwischen jedes Schulkind mit allerlei Apps den Alltag bestreitet, arbeitete die Polizei bislang vorrangig noch mit Notizbuch, Papier-Formularen und Abfragen per Funkgerät. Das soll sich nun ändern. Mit den neuen Smartphones können Personalausweise, Führerscheine und Auto-Kennzeichen gescannt werden. Binnen Sekunden erhalten die Streifenbeamte alle relevanten Hinweise zu persönlichen Daten, Fahndungsaufrufen oder Vorstrafen. Zudem können die Polizisten untereinander Hinweise und Fotos in einem sicheren Messenger-Kanal teilen.


