Dass der Festgenommene im Mordfall Walter Lübcke womöglich enge Verbindungen zu Dortmunder Neonazis gehabt hat, überrascht Beobachter nicht. Die relativ kleine, dafür aber extrem gewaltbereite rechte Szene in Dortmund ist eng vernetzt mit Rechtsradikalen im In- und Ausland, gerade auch mit Gleichgesinnten aus Hessen, woher der 45-jährige Tatverdächtige stammt. Und die Drohkulisse, die vor dem Mord an Lübcke gegen den Kasseler Regierungspräsidenten aufgebaut worden war, erinnert an andere Fälle in NRW und in Hessen. Lokalpolitiker sind hier wiederholt Opfer von Schmähungen und Angriffen aus der rechten Szene geworden.