Der Druck der Straße erreicht die Rathäuser. Immer mehr Städte in Nordrhein-Westfalen rufen den Klimanotstand aus. Den Auftakt in NRW machte Tönisvorst, es folgten Herford, Münster, dann Marl, Gladbeck und Bochum. In Dutzenden weiteren Städten werden sich die Stadtparlamente in den kommenden Wochen mit entsprechenden Anträgen befassen, unter anderem in Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen und Düsseldorf.
Die Anregungen dazu kommen nicht nur von Linken und Grünen, sondern auch von engagierten Bürgern und Ortsgruppen der Klimaschutzbewegung Fridays for Future. Mit der Ausrufung des Klimanotstands wollen die Städte ein Zeichen setzen, dass man dem menschengemachten Klimawandel etwas entgegensetzen und umweltpolitischen Maßnahmen Vorrang einräumen will. Während es vielen Aktivisten nicht schnell genug geht, sehen Kritiker in den Forderungen vor allem ökologische Worthülsen und kleinräumige Symbolpolitik ohne Konsequenzen.


