Nach unabhängigen Schätzungen haben in Mailand mehr als 3000 Menschen gegen die Präsenz von Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE bei den Olympischen Winterspielen protestiert. Am Nachmittag zog der Demonstrationszug, begleitet von zahlreichen Sicherheitskräften, in Richtung des olympischen Dorfs, in dem die Athletinnen und Athleten untergebracht sind. Dabei wurden auch Feuerwerkskörper und Rauchbomben gezündet.

Während des Marsches durch die Innenstadt waren – wie schon bei früheren Protesten – erneut Plakate mit Aufschriften wie „ICE out“ („ICE raus“) oder „ICE = SS“ zu sehen. Die US-Einwanderungspolizei steht seit Längerem wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten in den USA in der Kritik, bei dem auch zwei Menschen ums Leben gekommen sein sollen.

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In der US-Olympiadelegation sollen sich ICE-Beamte um den Schutz von Offiziellen wie US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio kümmern. Italiens rechte Regierung betonte mehrfach, dass die ICE-Angehörigen auf den Straßen nicht zum Einsatz kämen. 

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Insgesamt werden rund um die Spiele mehr als 6000 italienische Sicherheitskräfte eingesetzt. Vor einer Woche waren bei einer Kundgebung von Autonomen in der früheren Olympiastadt Turin mehr als 100 Menschen verletzt worden.

lro/dpa