Bruce Springsteen hat es schon wieder getan. Der berühmte US-Musiker ist kein großer Fan von US-Präsident Donald Trump. Das hat der „Born in the USA“-Interpret schon mehrfach zur Schau getragen. Die jüngsten Vorfälle in Minneapolis, wo ICE-Agenten eine dreifache Mutter erschossen und zahlreiche Bürger festnahmen, lassen Springsteen ernaut verbal austeilen. „The Boss“ spricht nun von „Gestapo-Methoden“ in seinem Heimatland.
Kritik an Trump-Behörde: Sänger ruft zum Widerstand gegen ICE in Minneapolis auf
Während eines Auftritts im US-Bundesstaat New Jersey am Samstagabend widmete der Sänger seinen Song „The Promised Land“ Renee Nicole Good, die von einem Uniformierten der Einwanderungsbehörde mit drei Schüssen getötet wurde. In dem Lied setzt sich Springsteen mit der Suche nach dem idealen „Gelobten Land“ auseinander und damit auch mit dem „amerikanischen Traum“. Er betonte bei seinem Konzert am Wochenende, das Lied handele sowohl von „dem schönen, aber fehlerhaften Land, das wir sind, als auch von dem Land, das wir sein könnten“, wie „The Guardian“ berichtet.
Auf die lauten Jubelrufe des Publikums reagierte der Sänger mit einer Aufforderung. „Wenn ihr an Demokratie und Freiheit glaubt, wenn ihr glaubt, dass die Wahrheit noch zählt und es sich lohnt, sie auszusprechen und dafür zu kämpfen; (...) wenn ihr euch gegen schwer bewaffnete, maskierte Bundestruppen stellt, die in eine amerikanische Stadt einmarschieren und Gestapo-Methoden gegen unsere Mitbürger anwenden (...), dann sendet diesem Präsidenten eine Botschaft. Wie der Bürgermeister dieser Stadt schon sagte: Die ICE soll verdammt noch mal aus Minneapolis verschwinden.“
News aus den USA
„Gestapo-Methoden“: Warum spricht Springsteen über das Nazi-Regime im US-Kontext?
Der Vergleich der ICE-Beamten mit Nationalsozialisten, in dem Fall der Geheimen Staatspolizei – die in der Hitler-Regierung die Unterdrückung von politischen Gegnern und die Überwachung der Bevölkerung übernahm– kommt nicht von ungefähr. Vergangene Woche etwa hatte sich der Leiter der US-Grenzschutzbehörde, Gregory Bovino, an der Seite von ICE-Agenten in Minneapolis gezeigt: in einem Outfit, das im Netz schnell als „Nazi-Cosplay“ beschrieben wurde.

Offene Kritik vonseiten Springsteens ist keine Seltenheit. Schon im Mai des vergangenen Jahres hatte er bei einem Konzert in Großbritannien die US-Regierung gerügt. Trump hatte daraufhin Ermittlungen gegen den Künstler gefordert. Auch weil dieser im Wahlkampf seine Gegnerin im Rennen um das Weiße Haus, die demokratische Kandidatin Kamala Harris, unterstützt hatte.







