Nach ihrer verbalen Entgleisung gegenüber Feministinnen droht Brigitte Macron nun eine Klage. Hunderte Frauen haben Anzeige wegen Beleidigung gegen Frankreichs First Lady erstattet, berichtet der „Guardian“.

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Demnach fordern 343 Frauen, von denen viele in feministischen Organisationen und Frauenrechtsgruppen organisiert sind, juristische Konsequenzen für Macron. Ein Video der 72-Jährigen, in der sie im Gespräch mit Schauspieler Ary Abittan Feministinnen als „dreckige Schlampen“ bezeichnet hatte, war zuvor viral gegangen und hatte für viel Aufsehen gesorgt. Abittan war 2021 der Vergewaltigung beschuldigt worden. Die Ermittlungen wurden aber 2024 mangels Beweise eingestellt. 

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Macron fragte den französischen Schauspieler in dem Video, wie er sich fühle, worauf Abittan antwortete, dass er Angst habe. Macron ließ sich anschließend zu der Beleidigung „sales connes“ (dt. „dreckige Schlampen“) hinreißen. Am Vorabend hatten Aktivistinnen im Folies Bergère Theaters in Paris die Show unterbrochen und „Abittan, Vergewaltiger!“ gerufen.

Frankreichs First Lady entschuldigte sich zwar anschließend, machte aber auch deutlich, dass es sich ihrer Ansicht nach um einen „privaten“ Kommentar handelte, wie sie gegenüber „Brut“ sagte.

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Anwältin der feministischen Organisationen über Brigitte Macron: „Ihre Worte haben Gewicht“

Anwältin Juliette Chapelle, die die klagenden femistischen Organisationen juristisch vertritt, sagte gegenüber dem Radiosender France Inter: „Sie ist Frankreichs First Lady, ihre Worte haben Gewicht.“ Macron habe den Anschein erweckt, sich „sehr für Frauenangelegenheiten einzusetzen, aber in Wirklichkeit kann man sagen, dass es eine Diskrepanz zwischen ihren öffentlichen Reden und dem, was sie wirklich denkt, gibt“.

Die Anzahl der klagenden Frauen ist nicht zufällig gewählt, sondern hat für die feminisitische Bewegung in Frankreich großen Symbolcharakter. So sorgten 373 Frauen, darunter auch Simone de Beauvoir, mit ihrem Manifest zur Legalisierung der Abtreibung 1971 für Aufsehen. Alle gaben an, bereits mindestens einen Schwangerschaftsabbruch hinter sich zu haben. Das Manifest rückte erstmals das bis dato tabuisierte Thema in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.

rk