Es sind dramatische Szenen, die sich am 12. Juni 2025 in Ahmadabad (Indien) abspielten: Ein Boeing 787-8 Dreamliner, auf dem Weg nach London, stürzte nur wenige Minuten nach dem Start ab – 241 Menschen verloren ihr Leben. Nur einer überlebt wie durch ein Wunder: Der Geschäftsmann Vishwash Kumar Ramesh, damals auf Sitz 11A. Vier Monate nach der Tragödie gewährt er in einem Interview mit der britischen Nachrichtenagentur PA einen erschütternden Blick in sein Leben nach dem Flugzeugabsturz.
Air-India-Überlebender über das Leben danach: „Ich habe ständig Flashbacks“
Der Überlebende kann von großem Glück sprechen, doch sein Leben ist von viel Leid und Trauer geprägt. „Ja, es ist ein Wunder, dass ich überlebt habe, aber ich habe alles verloren, ich habe meinen Bruder verloren, ich bin am Ende“. Zudem berichtet Vishwash Kumar Ramesh von ständigen Flashbacks, die die schmerzhaften Erinnerungen zurückbringen und ihn nachts nicht schlafen lassen.
„Wir waren alle glücklich und genossen das Leben. Mein Bruder war meine Stärke, er war mein Ein und Alles. Und jetzt? Wir sind am Ende. Ich habe keine Lust, mit irgendjemandem zu reden“, erzählt der 39-Jährige.
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Familie „völlig zusammengebrochen“
Die Bilder des tragischen Flugzeugabsturzes seien für Vishwash Kumar Ramesh noch immer unerträglich. Wie seine Berater bestätigten, soll der einzige Überlebende von Flug AI171 bislang nicht einmal mit seiner engsten Familie darüber gesprochen haben. Er habe immer noch Schmerzen und lebe stark zurückgezogen. Gegenüber der Presseagentur PA sagte er: „Meine Familie hat mich sehr unterstützt. Meine Mutter, mein Vater und mein jüngerer Bruder sind völlig zusammengebrochen, psychisch. Und ich auch – psychisch und physisch.“

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Während seines Krankenhausaufenthalts in Indien wurde bei Vishwash Kumar Ramesh eine posttraumatische Belastungsstörung festgestellt, wie aus seinem Umfeld bekannt wurde. Zurück in Großbritannien habe der 39-Jährige jedoch keine weitere medizinische Betreuung bekommen. Arbeiten, Auto fahren oder sogar normal gehen sind ihm seit dem Absturz unmöglich – nur mit Unterstützung seiner Frau schaffe er es, sich langsam fortzubewegen.
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Ursache des Unglücks noch unklar
Wie „The Guardian“ berichtet, zeigt ein erster Bericht der indischen Flugunfalluntersuchungsbehörde (AAIB), dass beide Treibstoffschalter der Boeing 787 kurz nach dem Start in die „Abschaltposition“ wechselten. Dadurch sei die Treibstoffzufuhr zu den Triebwerken unterbrochen worden. Warum es zu diesem plötzlichen Wechsel kam, ist bisher ungeklärt.
pau mit AFP






