Regionalplan Ruhr

Ruhrgebiet muss aus dem Debakel Konsequenzen ziehen

Christopher Onkelbach

Christopher Onkelbach

Foto: Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Service

Nach dem Scheitern des wichtigen Regionalplans Ruhr sind Rücktrittsforderungen verständlich. Doch das allein reicht noch nicht.

Das Scheitern des Regionalplans Ruhr ist für das Ruhrgebiet eine Pleite von historischer Dimension. Dass dieses Debakel ohne Konsequenzen bleiben könnte, wäre absolut unverständlich. Die Enttäuschung, die das Scheitern in Politik, Wirtschaft und Verwaltung auslöste, ist ebenso groß, wie es die selbstgesteckten Ansprüche des Regionalverbands Ruhr (RVR) waren.

Erstmals seit 1966 sollte es wieder eine einheitliche Flächenplanung für das Ruhrgebiet geben. Der Plan sollte nicht weniger sein als das Ende der Dreiteilung der Region durch die Planungsämter in den Bezirksregierungen. Endlich, so hieß es, nimmt das Ruhrgebiet seine Angelegenheiten in die Hand und bestimmt selbst darüber, wo Flächen für Gewerbe, Natur, Verkehr und Wohnen ausgewiesen werden sollen.

Mit der Mammutaufgabe zeigte sich der RVR indes überfordert. Dafür macht der Verband fehlendes Personal sowie mangelnde Unterstützung durch die Landesregierung verantwortlich. Zahllose Einwände gegen die Planung sowie Eigeninteressen der Kommunen haben am Ende das Projekt gekippt.

Nun muss sich der RVR die Frage gefallen lassen, ob man ihn als Planungsbehörde für das Ruhrgebiet überhaupt noch braucht. Der Aufschub des für das Ruhrgebiet so extrem wichtigen Planungswerks muss Folgen haben. Personelle und auch strukturelle. Der RVR muss sich grundlegend reformieren.

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