Immobilien

Ruhrgebiet bei Investoren hoch im Kurs

Frank Meßing

Frank Meßing

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Mit hohen Rendite-Versprechen kann das Ruhrgebiet aktuell bei Investoren punkten. Die Region ist nicht länger das hässliche Entlein.

Auf der Expo Real in München hat das Ruhrgebiet schon etliche Leuchttürme vorgestellt, die es nicht über den Status des Hochglanzprospekts hinaus geschafft haben. Doch die Zeiten ändern sich. Unter internationalen Investoren hat sich herumgesprochen, dass sich auch im Revier Geld verdienen lässt. Da Grundstücks- und Immobilienpreise in Berlin, Hamburg oder Frankfurt überhitzt sind, schlägt die Stunde des Ruhrgebiets. Moderate Preise ermöglichen hier auskömmliche Renditen.

Hinzu kommt, dass die Revierstädte rechtzeitig Projekte mit Strahlkraft eingestielt haben, die jetzt in die Phase der Umsetzung kommen. Besondere Beachtung findet der neue Duisburger Stadtteil 6-Seen-Wedau. Mit einer breiten Promenade zur Regattabahn hin, mit Autobahn- und Zuganschluss vor der Tür und in Steinwurf-Nähe zur Nachbarstadt Düsseldorf gilt das Projekt nicht nur als aktuell größtes, sondern auch als lukrativstes in NRW. Duisburgs Süden profitiert vom völlig überlasteten Immobilienmarkt in Düsseldorf.

Zugleich meldet Essen einen Rekord bei der Vermietung von Büroflächen. Nach Berlin ist das Ruhrgebiet ohnehin zum zweitgrößten Büromarkt Deutschlands aufgestiegen. Der wachsende Tourismus kurbelt den Hotelbau an. Offenbar hat sich tatsächlich herumgesprochen, dass der Pott längst nicht mehr das hässliche Entlein unter den deutschen Metropolen ist.

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