Inklusion

Der Druck auf NRW-Schulministerin Gebauer steigt

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer steht unter Druck: Die Kehrtwende in der Inklusion droht zum Bumerang schwarz-gelber Schulpolitik zu werden.

Schwer zu sagen, was genau im Mai 2017 zum Sturz der alten Landesregierung führte. Einigkeit besteht allseits darüber, dass besonders die von vielen Bürgern als chaotisch empfundene rot-grüne Schulpolitik den Machtverlust des Kabinetts Kraft/Löhrmann maßgeblich mitverursacht hat.

Die weiter schwelende Inklusionsdebatte könnte für die aktuelle Koalition also noch gefährlich werden. Waren CDU und FDP doch vor zwei Jahren angetreten, das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung mit deutlich weniger Übereifer durchsetzen zu wollen als die Vorgängerregierung.

Doch schon vor dem Start der von ihr für das kommende Schuljahr angekündigten Neujustierung der Inklusion gerät Schulministerin Yvonne Gebauer unter Druck. Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften und Behindertenverbänden macht Front gegen die FDP-Politikerin. Sogar von bewusster Täuschung der Öffentlichkeit ist die Rede. Starker Tobak. Dennoch: Die Geduld der Betroffenen – Lehrer, Eltern, Schüler – darf nicht weiter überstrapaziert werden. Gebauers Inklusionskonzept muss „sitzen“. Sonst wird die Kehrtwende in der Inklusion zum Bumerang für Schwarz-Gelb. Nichts verübelt der Wähler mehr als gebrochene Wahlversprechen.

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