Was derzeit an der Südostflanke der Nato geschieht, treibt Außenpolitikern den Schweiß auf die Stirn. Der schwelende Streit um Bodenschätze in der Region könnte sich im schlimmsten Fall zu einem bewaffneten Konflikt zwischen den Nato-Partnern Türkei und Griechenland hochschaukeln.

Die Türkei auf der einen, Griechenland und Zypern auf der anderen Seite streiten um die Ausbeutung von Gasvorkommen vor der zypriotischen Küste, in der Ägäis kreuzen griechische und türkische Kriegsschiffe. Die EU, in der die Türkei immer noch als Beitrittskandidat gehandelt wird, hat sich eindeutig positioniert und türkische Explorationsbohrungen scharf verurteilt.