Die vergangenen Monate waren nicht einfach. Kurzarbeit, Homeoffice, die Kinder nicht in der Kita oder in der Schule, die Eltern in einem Pflegeheim, das nicht besucht werden konnte, keine Reisen. Nerven haben blank gelegen, Menschen gingen auf die Straße, weil sie ihre Grundrechte in Gefahr sahen. Doch wer nur einmal den Blick über den vergoldeten Tellerrand wagt, der wird erkennen: Möglicherweise waren es Luxusprobleme, die uns geplagt haben.

Der Weltflüchtlingstag am heutigen Samstag ist so eine Gelegenheit, den Blick zu weiten. Er erinnert daran, dass derzeit fast 80 Millionen Menschen auf der Flucht sind, vertrieben von Krieg, Hunger, Naturkatastrophen. Noch immer toben Kriege, in Libyen, Syrien, dem Jemen, noch immer terrorisieren mörderische Fanatiker Länder wie Afghanistan, Burkina-Faso, Nigeria oder Mali, noch immer machen Dürren und Heuschreckenplagen das Leben vieler afrikanischer Menschen zur Hölle.