Wer auf der Autobahn 59 in Höhe der Duisburger Innenstadt unterwegs ist, schaut unweigerlich auf das heruntergekommene Gebäude des einstigen Güterbahnhofs. Ein grausiger Anblick. Denn jeder weiß, dass hier vor knapp zehn Jahren 21 junge Menschen zu Tode getrampelt und mehr als 650 verletzt wurden. Nicht in Zahlen zu fassen ist der Schock, den die Katastrophe in so vielen Familien auslöste.
Es wirkt wie ein mahnender Wink des Himmels, dass das zerfallene Bahngebäude immer noch so dasteht wie im Juli 2010. So wenig wie die Stadt Duisburg hier ein Zeichen für Zukunft oder Neustart errichten konnte, so unvollständig ist nun die Einstellung des Loveparade-Verfahrens.


