Das neue Hochschulgesetz gehört zu den bedeutenden Projekten der Wissenschaftsministerin. Da irritierte es viele Betrachter, wie unambitioniert Isabel Pfeiffer-Poensgen für dieses umstrittene Gesetz im Landtag warb. Als hätte sie ein trockenes Brötchen von Vortag zu verkaufen.

Schwer verdaulich ist das ganze Gesetz. Denn die Regierung reduziert sich auf die Rolle eines Wunscherfüllers für Uni-Rektorate. Motto: Wir geben ihnen die Freiheit, sie werden schon das Beste daraus machen. Ein simpler ideologischer Ansatz. Während das Urvertrauen in die Hochschulspitzen groß ist, fehlt das Vertrauen in Studierende und die Beschäftigten in den Hochschulen weitgehend. Gewerkschafter kritisieren zu Recht, dass mit Anwesenheitspflichten und anderen Zwängen die Verantwortung für den Studienerfolg allein den Studierenden zugeschoben wird. Verantwortlich für den möglichen Studienerfolg, für gute Studienbedingungen nämlich, ist aber in erster Linie das Land Nordrhein-Westfalen.