Zähneknirschend hat man in Leverkusen zugeschaut, ja zuschauen müssen, wie Firmen mit Tochtergesellschaften nach Monheim abgewandert sind. Sie versteuern Gewinne zum Minisatz von zuletzt 250 Punkten. Monheim hat sich über eine radikale Senkung der Gewerbesteuer saniert, demnächst gibt sogar ÖPNV für die Bürger kostenlos. Doch so mancher fragt sich, ob Monheims Wohlstand bald endet. Denn Leverkusen, eigentlich Stärkungspakt-Kommune, will nun wiedergewonnenen finanziellen Spielraum nutzen und auch die Gewerbesteuer auf 250 Punkte senken. Die Heimatstadt der Bayer AG will den Nachbarn mit den eigenen Waffen schlagen. In Leverkusen findet man das nur fair.


