Ruhrtriennale

Der Ärger um die Ruhrtriennale ist hausgemacht

Seit Wochen lenkt Stefanie Carp durch ihr unkluges Agieren den Fokus auf die Ruhrtriennale. Das ist keine Medienhatz, das ist hausgemacht.

Seit Wochen lenkt Stefanie Carp durch ihr unkluges Agieren unfreiwillig einen bizarren Fokus auf die Ruhrtriennale. Nein, das ist keine Medienhatz, das ist hausgemacht. Die Institution Ruhrtriennale nimmt Schaden.

„Mitunter beratungsresistent“, nennt ein ehemaliger künstlerischer Weggefährte Stefanie Carp, ihre „außergewöhnliche Persönlichkeitsstruktur“ fördere eine positive Außenwirkung nicht. Carps Ruf an die Ruhr hatte ohnehin überrascht. Die Vita der Dramaturgin wich ab von den Vorgängern: Theatermacher, die – anders als Carp – begriffen, dass ein so viele Steuermillionen kostendes Kunstfest einen exzellenten Außenminister braucht. Vom kapriziösen Charme eines Gerard Mortier oder der leutseligen Autorität eines Jürgen Flimm ist Carps Stil meilenweit entfernt.

Die Frage, ob sie die drei Jahre an der Ruhr durchsteht, steht im Raum. Manche munkeln, Isabel Pfeiffer-Poensgen warte, allein aus Stil, mit einer Abberufung die Wochen der Festspiele ab. Die Ministerin ist aktuell in Ferien.

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