Die Wuppertalerinnen und Wuppertaler haben Miriam Scherff (SPD) am Sonntag zu ihrer neuen Oberbürgermeisterin gewählt. Wir haben sie im Vorfeld der Wahl gefragt, was sie sich für die ersten 50 Tage ihrer Amtszeit vorgenommen hat. „Für mich ist wichtig, dass wir das mit dem Schulbau auf einen guten Weg bringen. Das hat für mich höchste Priorität“, sagt die SPD-Kandidatin.

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Schulbau als Topthema

Gemeinsam mit der Schulbau-Koordination, dem Gebäudemanagement und dem Schulamt will Scherff die fünf wichtigsten Schulbauprojekte identifizieren und deren aktuellen Stand erfassen. „Da stehen wir extrem unter Druck“, betont sie. Zusammen mit der zuständigen Dezernentin Annette Berg soll ein „engmaschiges und funktionierendes Controlling-System“ aufgebaut werden.

Verwaltung verstehen lernen

Darüber hinaus will sich Scherff intensiv mit den bürgernächsten Bereichen der Stadtverwaltung vertraut machen. Besonders das Integrationsamt steht weit oben auf ihrer Prioritätenliste: „Die haben sehr viele Rückstände. Da machen mir auf der einen Seite die Mitarbeitenden Sorgen, die unter Druck stehen, und auf der anderen Seite haben die Bürger ein Anrecht darauf, dass ihre Anliegen bearbeitet werden.“

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Auch Einwohnermeldeamt, Straßenverkehrsamt und Baubehörde will sie genau unter die Lupe nehmen, um zu verstehen, „wie da die Prozesse ablaufen, wo es möglicherweise hakt, welche Unterstützungsleistungen erforderlich sind“.

Projektmanagement-Erfahrung nutzen

Als gelernte IT-Expertin mit Projektmanagement-Hintergrund bringt Scherff das nötige Handwerkszeug mit – will aber erst einmal verstehen, was bereits funktioniert: „Am Ende möchte ich nicht, dass durch Controlling-Maßnahmen Ressourcen verschwendet werden, die an anderer Stelle benötigt werden.“

Das Ziel: In der zweiten Hälfte bis zu den ersten 100 Tagen erste konkrete Verbesserungsmaßnahmen auf den Weg zu bringen.