Am Husemann-Sportplatz in Witten liegt möglicherweise ein Blindgänger in der Erde. Das hat die Stadt mitgeteilt. Der Verdacht wird am Donnerstag, den 9. Juli, überprüft. Im Idealfall steht dann bis zum frühen Nachmittag fest, ob es eine Evakuierung geben muss, so die Stadt. Demnach müssen sich Betriebe und Anwohner rund um den Sportplatz auf eine Räumung einstellen.

Täglich (außer Samstag)

Witten-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Der Husemann-Sportplatz soll demnächst einen neuen Kunstrasen bekommen. Der verdächtige Gegenstand wurde bei einer Sondierung des Untergrunds entdeckt. In einer Ecke des Platzes ist ein Gegenstand in drei bis vier Metern Tiefe gefunden worden.

Möglicher Blindgänger: Wittener Feuerwehr bereitet zwei Evakuierungspläne vor

Der Gegenstand wird am Donnerstagmorgen freigelegt, um zu überprüfen, ob es sich tatsächlich um einen Blindgänger handelt – und falls ja, wie groß dieser ist. Solange das noch nicht klar ist, plant die Feuerwehr mit zwei möglichen Evakuierungen.

Bei einer Fünf-Zentner-Bombe wären in einem Umkreis von 250 Metern knapp 800 Menschen betroffen. Im Falle einer Zehn-Zentner-Bombe und einem Radius von 500 Metern müssten rund 5000 Menschen evakuiert werden.

Bei beiden Varianten wären auch Schulen und Kitas wie die Otto-Schott-Gesamtschule oder die Kita Bachschule betroffen. Alle Einrichtungen wurden laut Stadt bereits informiert. Potenziell betroffen sind auch Betriebe wie ZF und die Bogestra.

Sollte tatsächlich ein Blindgänger gefunden werden, käme es noch am Donnerstag zu einer Entschärfung durch den Kampfmittelräumdienst. Die Feuerwehr rechnet in diesem Fall damit, dass alle Betroffenen in zwei bis drei Stunden evakuiert werden, und die Anwohner bis zum frühen Abend in ihre Häuser zurückkehren könnten. Auch der Verkehr wäre betroffen.

Lesen Sie auch

Hotlines, Sammelstelle und Infos für Betroffene

Wenn tatsächlich feststeht, dass es eine Evakuierung gibt, sind laut Stadt zwei Hotlines erreichbar. Die 02302 581-8888 für allgemeine Fragen und die 02302 581-8889 für Bürger, die etwa aufgrund einer Einschränkung Hilfe brauchen. Am Saalbau wird dann eine Sammelstelle für alle eingerichtet, die nicht woanders unterkommen können. Wer Medikamente oder Babynahrung braucht, wird gebeten, diese bereitzuhalten und mitzubringen.

Mehr Informationen gibt es auf der Website der Stadt Witten (www.witten.de). Am Donnerstag wird zudem über die Sozialen Medien und Warnapps informiert. Auch die WAZ Witten begleitet den Bombenverdacht mit einem Live-Ticker.