„Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat für uns höchste Priorität“, sagt Dr. Carsten Dübbers, Leiter der Direktion Kriminalität, zum Start eines neuen Kriminalkommissariats. Die Bochumer Polizei, die auch für Herne und Witten zuständig ist, hat eine neue Organisationseinheit gegründet, die sich mit der Bekämpfung von Kinder- und Jugendpornografie beschäftigt.

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Im Präsidium gebe es bereits seit langer Zeit „einen festen und erfahrenen Personalstamm“, der im Kampf gegen solche Missbrauchsdarstellungen eingesetzt wird, so die Polizei. Die Mitarbeitenden sind damit in einem „besonders sensiblen Deliktsbereich“ tätig, in dem insbesondere digitale Ermittlungskompetenzen wichtig sind. Zudem seien die Verfahren in diesem Bereich besonders belastend. Die Beamten erhalten dazu bestimmte Angebote zur Stressbewältigung und Prävention bei psychischen Belastungen.
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Durch das neu eingerichtete Kriminalkommissariat 16 sollen die bestehenden Kompetenzen jetzt auf organisatorischer Ebene zusammengeführt werden. „Ziel ist es, die Ermittlungsarbeit weiter zu bündeln, spezialisierte Fachkenntnisse gezielt einzusetzen und komplexe Ermittlungsverfahren noch effizienter zu bearbeiten“, so die Polizei.
Bei den Ermittlungen kommen auch regelmäßig forensische KI-Anwendungen zum Einsatz. Sie unterstützen bei der Auswertung von teils erheblichen Datenmengen, die zum Beispiel bei Wohnungsdurchsuchungen auf digitalen Speichermedien sichergestellt werden. „Bei der Auswertung der Daten steht im Vordergrund, aktuelle Gefahren wie zum Beispiel anhaltende Missbrauchssituationen für Kinder und Jugendliche zu beenden bzw. auszuschließen“, sagte die Polizei auf Anfrage der Redaktion.
Eine „zunehmend relevante Erscheinungsform im Kriminalitätsfeld“, mit der sich das neue Kommissariat beschäftigt, ist das sogenannte „Cybergrooming“. Dabei geben sich meist erwachsene Täter im Internet als minderjährig aus und nehmen Kontakt mit Kindern und Jugendlichen auf. Die Täter bauen eine Vertrauensbasis auf und nutzen dabei gezielt Einsamkeit oder „den Wunsch nach Anerkennung“ ihrer minderjährigen Opfer aus. Auf dieser Grundlagen erstellen die Opfer dann selbst pornografische Bilder oder Videos und schicken es die Täter.
Die Polizei appelliert an die Bürger, dass sie verdächtiges Material nicht weiterleiten, sondern sich damit umgehend bei den Beamten melden sollen. Wer solche Inhalte verbreitet, kann sich selbst strafbar machen. Hinweise für Eltern, Kinder und Jugendliche hat die Polizei auf einer Themenseite zusammengetragen: https://praevention.polizei.nrw





