Das Gebäude der ehemaligen Baedekerschule in Witten könnte schon bald neu vermietet sein. Die Kreisverwaltung plant, dort einen Teilstandort der Förderschule Hiddinghausen zu gründen. In dieser Woche gab es erste Beratungen über den Antrag.

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Demnach soll das Schulgebäude bereits ab dem dritten Quartal dieses Jahres angemietet werden. Denn bevor Schüler dort einziehen und lernen können, wäre noch einiges zu tun, um es wieder herzurichten. Die Kinder und Lehrkräfte der Baedekerschule waren nach den Osterferien aus dem alten Gebäude in das neue Bildungsquartier Annen umgezogen.

Altes Schulgebäude in Witten als Anschlusslösung

Nun könnte in ihrer alten Heimat ab dem Schuljahr 2027/28 ein Teilstandort der Förderschule Hiddinghausen aus Sprockhövel entstehen. Zuletzt hatten hohe Anmeldezahlen dafür gesorgt, dass für das aktuelle und kommende Schuljahr Klassenräume der Oberlinschule in Wetter angemietet werden mussten. Zwei Eingangsklassen wurden dorthin ausgelagert.

Auf der Suche nach einer Anschlusslösung kommt nun das Gebäude der ehemaligen Baedekerschule ins Spiel. Doch auch diese Lösung wäre nur übergangsweise, da das angeschlagene Gebäude dem Kreis noch etwa fünf Jahre lang zur Verfügung stünde. Trotzdem könnte damit laut Antrag die „mittelfristige Planung des Schulbetriebs“ gesichert werden. Die Bezirksregierung sei über das Vorhaben informiert und halte es „grundsätzlich“ für eine gangbaren Weg.

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Förderschule: Witten könnte 40.000 Euro Miete jährlich einnehmen

Der Schulstandort in Witten ist durch „ausreichend Räumlichkeiten und Funktionsflächen“, wie etwa der Turnhalle und dem großen Außengelände, auch für eine Förderschule für Geistige Entwicklung geeignet. Kommt es zu der Anmietung, könnte die Stadt Witten laut Antrag eine jährliche Miete von knapp 40.000 Euro erhalten. Über die genauen Bedingungen sei man noch im Austausch mit dem Kreis.

Wenn der Antrag durchgeht, müssten Gelder bereitgestellt werden, die nicht eingeplant waren. Zum jetzigen Stand ist für das laufende Jahr von 50.000 Euro die Rede. Die Mittel würden unter anderem für erste Sanierungsmaßnahmen genutzt. Das Gebäude soll aber nicht umfassend saniert werden, sondern nur soweit instandgesetzt, dass man es wieder nutzen kann.

Externes Gutachten soll Sanierungsbedarf klären


Außerdem soll laut Antrag ein externes Gutachten erstellt werden, das den genauen Sanierungsbedarf erfasst. Das betrifft unter anderem Bereiche der Sicherheit wie Brandschutz, den Netzwerk- und WLAN-Ausbau sowie Beleuchtung, oder auch die Toilettenräume.

Auch müsste bei einer Nutzung des Gebäudes Personal vorgehalten werden, zum Beispiel für das Sekretariat, Schulsozialarbeit, Küchen- und Reinigungsdienst und für einen Hausmeister. Die genauen Kosten können noch nicht abschließend benannt werden. Der Antrag wird in den kommenden Wochen in weiteren Ausschüssen beraten. Am 29. Juni entscheidet der Kreistag über die Pläne.