Zusammenfassung

  • In der Wittener Innenstadt ist der Boden auf der Heilenstraße während Bauarbeiten plötzlich abgesackt.
  • Vermutlich haben verrottende Holzstützen einen Hohlraum hinterlassen, was nun durch ein Bodengutachten geprüft werden soll.
  • Erst nach Abschluss des Gutachtens entscheiden Eigentümer und Baustellenmanagement, wie das Loch repariert wird.

Beinahe hätte die Heilenstraße in der Wittener Innenstadt einen Bauarbeiter verschluckt. Als er im März nach einer Gasleitung buddelte, wurde das Baustellenloch größer als erwartet. Unter ihm sackte der Boden weg – rund vier Meter tief. Nur mit einem Sprung konnte sich der Stracke-Mitarbeiter vor einigen Wochen retten. Seitdem sorgen Bauzäune am Gebäude für Sicherheit. Bald soll sich klären, wie es weitergeht.

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Noch immer steht nicht genau fest, was den Erdeinbruch verursacht haben könnte. Einen Tagesbruch schließen die Stadtwerke aus. Sprecher Mathias Kukla zufolge deuten erste Vermutungen auf Holzelemente im Boden hin. Sie könnten beim Bau der Untergeschosse als Stützen eingesetzt worden sein. Diese Technik nennt sich „Berliner Verbau“. Normalerweise wird das Holz nach der Fertigstellung entfernt. „Wir gehen momentan davon aus, dass die Holzlatten damals nicht entfernt wurden und dann im Boden verrottet sind. So könnte der Hohlraum entstanden sein“, sagte Kukla nach dem Vorfall vor knapp einem Monat. Ein Gutachten soll endgültig Klarheit bringen.

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Zunächst mussten aber die Zuständigkeiten geklärt werden. Denn die Lage ist komplizierter, als man denkt. Die Stadtwerke hatten zunächst vom Kaufhof-Besitzer den Auftrag erhalten, den Gasanschluss zu kappen. Diese Aufgabe gab der heimische Energieversorger an die Firma Stracke ab. Dann verbergen sich im Boden noch Rohrleitungen, die der Entwässerung der Stadt Witten (ESW) gehören. Auch die Grundstücksgrenzen sind nicht eindeutig. Doch langsam löst sich der Knoten. Es wird sozusagen Licht am Ende des Lochs, wenn man so will.

Bodengutachten soll Ursache für Loch klären – Ergebnisse brauchen Zeit

„Ich habe mit dem Projektmanagement gesprochen, das sich um das Haus kümmert. Die werden in Abstimmung mit dem Eigentümer ein Bodengutachten in Auftrag geben“, sagt Kukla. Bis es fertig ist, können bis zu vier Wochen vergehen. Wie es dann weitergeht, müssen der Besitzer des Kaufhofgebäudes und das Management vor Ort entscheiden. Die Stadtwerke haben darauf keinen Einfluss. Wann und wie das Loch geschlossen wird, klärt sich also frühestens in einem Monat.