Im Kommunalwahlkampf hat sie schon von den Plakaten gelächelt. Nun sitzt sie tatsächlich im Rat. Janina Kepp ist als Nachrückerin ins Wittener Stadtparlament eingezogen. Sie hat den Platz des im Februar verstorbenen Frank-Steffen Fröhlich (61) eingenommen.

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Bürgermeister Dirk Leistner überreichte Blumen. Vorher hatte er die Ratsmitglieder gebeten, sich von ihren Stühlen zu erheben. Es folgte eine Schweigeminute für Fröhlich, der die FDP über viele Jahre geprägt hat - im Rat, im Verwaltungsrat des Kulturforums, als Fraktionschef und Parteivorsitzender.
FDP-Parteichef sitzt nun mit seiner Freundin im Wittener Rat
Janina Kepp ist 27 Jahre jung und Chemie-Ingenieurin. Im Kommunalwahlkampf hatte sie mit den Liberalen und deren jungen Vorsitzenden Jan Pohl schon „Familienwahlkampf“ gemacht. Kepp ist die Freundin des Parteichefs, dessen Vater Martin ihn einst mit liberaler Politik angesteckt hat.

Nun sitzen Pohl und seine Partnerin für die FDP im Stadtrat. Dort hatte sich die zweiköpfige Gruppe der Liberalen mit dem Bürgerforum zu einer Fraktion zusammengeschlossen, nachdem Harald Kahl sein Mandat im April niedergelegt und Eckhard Hülshoff die Fraktionsgemeinschaft verlassen hatten.
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Pohl hatte im Kommunalwahlwahlkampf 2025 auf Platz eins der Liste kandidiert, Kepp auf 4. „Es war nie angedacht, dass wir beide im Rat sitzen“, sagt der junge Vorsitzende, der jetzt seinen 30. Geburtstag feiert. Nils Hagenkötter, der auf Listenplatz drei stand, hätte nun eigentlich für Frank-Steffen Fröhlich in den Rat einziehen können - hat nicht zuletzt wegen seines Kreistagsmandats aber darauf verzichtet. So kam schließlich Janina Kepp zum Zuge,
Die 27-Jährige sieht sich stark dem Sozialen verpflichtet. Gleichberechtigung ist eines ihrer zentralen Anliegen. Im Wahlkampf warb sie dafür, Frauen eine Stimme zu geben. Kepp gehört nun dem Ausschuss für Soziales, Wohnen und Gerechtigkeit an.





