Zusammenfassung

  • Etwa die Hälfte der Städte in NRW, darunter Witten, hat 2025 weniger aus der Grundsteuer B eingenommen als im Vorjahr.
  • In Witten sank das Grundsteuer-B-Aufkommen um fünf Prozent, wobei die Stadt unterschiedliche Hebesätze für Wohn- und Nichtwohngrundstücke erhebt.
  • Mit der Grundsteuerreform ab 2025 gelten neue Berechnungsgrundlagen; die neue Grundsteuer C wird in Witten jedoch nicht erhoben.

Etwa die Hälfte der Städte in NRW hat im vergangenen Jahr weniger aus der Grundsteuer B eingenommen als im Vorjahr, darunter auch Witten. Das zeigen Zahlen des statistischen Landesamts.

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Die Grundsteuer B wird auf alle Grundstücke erhoben, die nicht land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden. Sie ist eine der wichtigsten Einnahmequellen für Kommunen. In Witten wird die Grundsteuer immer wieder stark diskutiert – vor allem in Bezug auf ihre Höhe und darauf, dass es für Wohn- und Nichtwohngrundstücke unterschiedliche Hebesätze gibt.

Grundsteuer B: Witten verzeichnet Minus von fünf Prozent

Laut dem statistischen Landesamt hat Witten 2025 aus der Grundsteuer B rund 31,3 Millionen Euro eingenommen. Das sind fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Die Stadt liegt damit nah am Landestrend von minus 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zwischen den Städten in der Region gibt es teils deutliche Unterschiede. In Bochum lag das Minus bei sieben Prozent, in Dortmund bei einem. Herne nahm 16 Prozent weniger aus der Grundsteuer B ein, Ennepetal fast 19 Prozent mehr.

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Im Vergleich zu den Jahren 2022 und 2023 sind insgesamt zwei Prozent mehr Grundsteuer B gezahlt worden. Die NRW-Städte haben im vergangenen Jahr zusammen vier Milliarden Euro eingenommen. Das ist der zweithöchste Wert der vergangenen zehn Jahre, so das statistische Landesamt.

Wichtig für den Vergleich der Zahlen: Seit dem 1. Januar 2025 gilt das neue Grundsteuerrecht. Veraltete Einheitswerte sind durch Grundstückswerte als Berechnungsgrundlage abgelöst worden. Diese wurden von den Finanzämtern neu festgestellt. Viele Kommunen haben ihre Hebesätze daraufhin angepasst, um das Steueraufkommen stabil zu halten.

Grundsteuer Grundsteuerbescheid
Witten gehört zu dem Drittel der NRW-Städte, die bei der Grundsteuer differenzierte Hebesätze anwenden.© Angelika Munteanu | Angelika Munteanu

Etwa ein Drittel der NRW-Städte hat differenzierte Hebesätze

Wie rund ein Drittel der Kommunen in NRW erhebt Witten differenzierte Hebesätze für Wohn- und Nicht-Wohngrundstücke. Deshalb lassen sich die Einnahmen aus der Grundsteuer B noch einmal unterteilen. 2025 entfielen 21 Millionen auf Wohngrundstücke und 10,3 Millionen auf Nicht-Wohngrundstücke.

Hinzu kamen die Einnahmen aus der Grundsteuer A für Grundstücke, die land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben gehören. Diese machen nur einen Anteil von 0,3 Prozent aus. Sie lagen 2025 bei etwa 93.000 Euro.

Grundsteuer C: Witten verzichtet, nur wenige NRW-Städte führen sie ein

Eine Grundsteuer C hat Witten nicht erhoben. Diese Kategorie wurde im Zuge der Reform eingeführt und soll verhindern, dass Grundstücke nur gehalten werden, um auf eine Wertsteigerung zu spekulieren – aber nicht bebaut werden. Die Grundsteuer C soll baureife, aber unbebaute Grundstücke teurer machen und damit dem Wohnungsmangel entgegenwirken. In NRW gibt es nur drei Städte, die diese Grundsteuer erhoben haben: Brüggen, Hamminkeln, und Monheim am Rhein.