Zusammenfassung
- Das Muttentalfest in Witten findet dieses Jahr am 26. April später als sonst statt, um hoffentlich besseres Wetter und mehr Besucher zu haben.
- Zu den Highlights gehören eine Muttental-Rallye für Kinder, zahlreiche Mitmachaktionen, ein Ökomarkt sowie Führungen im Industriemuseum Zeche Nachtigall.
- Besucher können das Fest am besten mit dem Shuttlebus, Fahrrad oder zu Fuß erreichen.
Vergangenes Jahr war das Muttentalfest in Witten um diese Zeit schon vorbei – dieses Mal findet es erst einige Wochen später statt. Genauer gesagt am Sonntag, 26. April, von 11 bis 18 Uhr. Warum der Aufschub?

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Laut Stadtmarketing gibt es dafür zwei Gründe. Zum einen habe man in der Vergangenheit öfter mal Pech mit dem Wetter gehabt. Durch die Verschiebung erhoffen sich die Veranstalter wärmere Temperaturen – und mehr Besucher. Denn zuvor hatte das Fest in den Osterferien stattgefunden, für viele Familien in der Urlaubszeit. Jetzt sollen auch sie teilnehmen können.
Umsonst und draußen: Viele Mitmachaktionen beim Muttentalfest in Witten
„Es blüht auch schon schön im Muttental“, sagt Ursula Koenigsfeld vom Stadtmarketing. Ganz passend zu dem Motto, unter dem das traditionelle Fest steht – nämlich Frühling und Bergbau miteinander zu vereinen. Es richtet sich vor allem an Familien und ist, wie man so schön sagt, umsonst und draußen. Weil das Fest dieses Jahr später stattfindet, nehmen die Kinder nicht mehr an der „Oster-Olympiade“ teil, sondern an einer Muttental-Rallye. Das Konzept bleibt aber gleich. An acht Stationen können die Kids auf einer Karte Stempel sammeln. Ab fünf Stempeln können sie die Karte einreichen und bekommen ein kleines Geschenk.

Muttentalfest 2026: Wer dieses Jahr dabei ist
Zu den einzelnen Stationen zählen diesmal das Schloss Steinhausen / Shona-Art, das Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia, die Naturschutzgruppe Witten (Nawit), Zeche Nachtigall, die Ortsgruppe „Klub für Terrier“, das Bethaus der Bergleute und das Zechenhaus Herberholz. Geplant sind Bastel- und Mitmachaktionen wie ein Vogel-und-Feder-Quiz bei der Nawit oder „Schachthüte bauen“ beim Zechenhaus Herberholz. Kinder ab zwölf Jahren können sich an einem Laserschießstand ausprobieren. Das Industriemuseum Zeche Nachtigall bietet wieder Führungen ab sechs Jahren durch den Besucherstollen, die für Kinder kostenlos sind. Erwachsene zahlen drei Euro.
Ökomarkt mit Mini-Ausgabe
Für kleinere Kinder ab drei Jahren gibt es auf dem Museumsgelände eine Spielstation. Auch Rutschautos und Gokarts sind dabei. Der Bistrowaggon hat ebenfalls geöffnet und bietet unter anderem Bratwurst, Pommes, Flammkuchen und Waffeln. Ein Highlight in diesem Jahr ist die kleine Ausgabe des Ökomarkts. Wegen Bauarbeiten wird es ihn im September nicht geben.

Deshalb verkaufen zehn der sonst 50 lokalen Anbieter nun zum Muttentalfest Trockenblumen, Kunstwerke, Eier und andere Öko-Produkte. „Besonders ist die Mischung aus Kunsthandwerk und regionalen Produkten. Alle Händler und Händlerinnen sind schon lange beim Ökomark dabei, die Atmosphäre ist dadurch sehr familiär“, sagt Cindy Dumlupinar von der Zeche Nachtigall. Die DLRG ist mit einem Info-Stand über Wasserrettung vor Ort.
„Schnüffeltest“ für Hunde
Die Ortsgruppe „Club für Terrier“ plant an ihrer Station Trickvorführungen mit Hunden, einen Markt für Ausstattungsbedarf und einen „Schnüffeltest“. Dabei müssen Hunde Gerüche erkennen. Am Bethaus der Bergleute gibt es wieder Vorstellungen vom Schmied.
Wichtig zu wissen: Toiletten sind an den vier Standorten Schloss Steinhausen, Zeche Nachtigall, Bethaus der Bergleute und Zechenhaus Herberholz vorhanden.
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Anreise über Land und Wasser
Die Anreise ist zu Fuß, mit dem Fahrrad, Auto, Shuttlebus oder der Ruhrtalfähre möglich. „Nur nicht mit dem Flugzeug“, schmunzelt Ursula Koenigsfeld vom Stadtmarketing. „Die Kombination aus diesen verschiedenen Anreisemöglichkeiten ist neu“, betont ihr Kollege Matthias Pöck. So sollen sich die Besucherströme besser und einfacher verteilen. Beim Fest seien zudem Ordner unterwegs, um die rund 3000 erwarteten Gäste zu steuern, und aufzupassen. Die Besucher werden gebeten, auf den Wegen zu bleiben.

Der Parkplatz von Zeche Theresia kann dieses Jahr wieder komplett genutzt werden. Kostenloses Parken ist auch am Edeka Schwalemeyer in Bommern oder am Kornmarkt und am Platz der Gedächtniskirche in der City möglich. Von dort aus fahren im Halbstundentakt kostenlos Shuttlebusse ins Muttental. Gestartet wird am Rathaus, am Hauptbahnhof und der Haltestelle „Bommern Mitte“ vorbei zum Parkplatz Nachtigallstraße.
Bimmelbahn verbindet Zeche Nachtigall und Zechenhaus Herberholz
Außerdem wird es in diesem Jahr wieder eine Elektro-Bimmelbahn geben. Ihre Strecke führt von der Zeche Nachtigall zum Zechenhaus Herberholz. An Bord ist ein „Guide“, der den Besuchern eine kostenlose Führung durch das Muttental bietet. Gerade für Gäste, die nicht so gut zu Fuß unterwegs sind, sei das eine Verbesserung, sagt Ursula Koenigsfeld. „Die Laufwege ziehen sich sonst.“ In der Wegebahn könne zum Beispiel auch ein Buggy mitgenommen werden.
Die Muttenthalbahn fährt zu jeder vollen Stunde. Museumsleiter Hannsjörg Frank weist aber darauf hin, dass es keinen Halt bei Zeche Theresia gibt. Das Museumsgelände ist wegen Bauarbeiten geschlossen. Frank freut sich, „wenn wieder fröhliche Leute im Zug sitzen und die Bahnfahrt genießen“. 80 kann er mitnehmen. Der Tag werde aber auch anstrengend für ihn. „Bei den Temperaturen sind es schonmal 15 Grad mehr im Führerhaus.“ Hauptsache, das Wetter stimmt.




